Blockhütten an der Oststraße in Velbert bleiben vorerst

Das Gelände gehört der evangelischen Gemeinde, die Hütten einem Pächter. Der reagiert aber nicht – noch nicht einmal auf Schreiben vom Anwalt.
Das Gelände gehört der evangelischen Gemeinde, die Hütten einem Pächter. Der reagiert aber nicht – noch nicht einmal auf Schreiben vom Anwalt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
An der ehemaligen Haltestelle Christuskirche in Velbert stehen zwei hölzerne Blockhütten und verfallen. Das Gelände gehört der evangelischen Gemeinde, die Hütten einem Pächter.

Velbert..  Schön sehen die alten Blockhütten, die in der Nähe der Christuskirche stehen, nicht aus. Und schon lange werden sie nicht mehr als Kiosk genutzt. Nach und nach verfallen die Holzbauten und werden zunehmend zu einem Schandfleck.

Auf Nachfrage eines Lesers hat die WAZ nachgehakt: Das Grundstück, auf dem die beiden Gebäude stehen, gehört der evangelischen Kirchengemeinde. Kirchbaumeister Frank Wünsche erläutert: „Vor vielen Jahren haben wir den Bereich verpachtet. Der Pächter hat die beiden Blockhütten aufstellen lassen und dort seinen Kiosk betrieben.“ Immer wieder sei er jedoch mit der Miete in Rückstand geraten. „Dann haben wir ihn angemahnt, die Miete kam dann mal, dann wieder mal nicht.“ Die Unzuverlässigkeit des Pächters veranlasste die Kirchengemeinde dann dazu, den Pachtvertrag zu kündigen beziehungsweise nicht zu verlängern. „Das ist sicher schon zwei Jahre her.“ Die Buden sind seitdem geschlossen. Eigentlich läge es nun in der Verpflichtung des Eigentümers der Hütten, diese zu entfernen. „Bislang ist das aber nicht geschehen.“ Auch wäre der Pächter für die Reinigung in diesem Bereich verantwortlich – kümmere sich aber nicht.

Entsorgung ist nicht möglich

„Uns sind da die Hände gebunden“, sagt Wünsche. „Denn wenn wir uns selbst um diesen Bereich kümmern und es passiert etwas an den Hütten, kann uns der Besitzer regresspflichtig machen.“ Seit Jahren bekomme der Pächter Post vom Anwalt. Briefe, in denen er aufgefordert werde, die Blockhütten zu entfernen, Mahnungen, dass er seiner Pachtschuld nachkommen solle. Die Kirchengemeinde hofft auf einen richterlichen Beschluss. „Wir könnten natürlich die Buden abbauen und einlagern – entsorgen dürfen wir sie ja nicht, da es nicht unser Eigentum ist“, so Wünsche. Das komme aber nicht in Frage. Denn dadurch würden Kosten entstehen, von denen niemand wisse, wer sie übernähme.

Und so lange bleibt der Bereich wie er ist – die Holzhütten verfallen und ziehen auch Jugendliche an, die nachts „in der dunklen Ecke gern einmal ihre Kräfte an den Buden austesten“, so Wünsche. Er gibt zu: „Es ist ein Schandfleck und wir wären froh, wenn die Blockhütten endlich wegkämen. Uns stört das auch sehr.“ Arnd Kleefeld, Verwaltungsangestellter aus der Liegenschaftsabteilung sagt: „Dort wird nie wieder ein Kiosk öffnen. Wir hoffen sehr, dass bald der Pächter seiner Verantwortung nachkommt und die Hütten entfernt.“

Mit dem Bereich, der direkt an den Parkplatz der Kirchengemeinde anschließt, wird – wenn die Hütten einmal weg sein sollten – erst einmal nichts passieren. „Es gab ja einen städtebaulichen Wettbewerb für den Bereich des Parkplatzes, der Pestalozzischule und mit dem mittlerweile umgesetzten Gemeindehaus.“ Mittlerweile sind auf dem Gebiet der Schule Ausweichparkplätze entstanden – „das soll ja erst einmal bis 2017/18 begrenzt sein.“ Vielleicht wird dann ein neues städtebauliches Projekt realisiert. „Derzeit sind wir aber mit der Stadt nicht im Gespräch.“