Bildersuche wird zu Detektivarbeit

Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Für eine stadthistorische Arbeit benötigt Schulpfarrer Frank Overhoff ein Bild von der Aula des alten Gymnasiums Langenberg. Nun hofft er auf Hilfe durch die WAZ-Leserschaft.

Langenberg..  Wie sie ausgesehen haben muss – ja, das kann er sich ziemlich genau vorstellen. Schließlich hat Frank Overhoff schon Pläne und Skizzen von ihr studiert, von der Aula des alten Gymnasiums Langenberg – jenem wilhelminischen Bau, der bis 1979 an der Wiemerstraße stand. Doch richtig anschauen, mit eigenen Augen betrachten, wie diese Aula innen aussah: Das konnte er bislang nicht. Denn: „Es scheint tatsächlich kein einziges Foto von ihr zu existieren“, berichtet der Schulpfarrer des Gymnasiums Langenberg nach monatelanger vergeblicher Suche.

Im Stadtarchiv, bei allen arrivierten Heimatforschern, bei zuverlässigen Quellen wie dem VHS-Arbeitskreis Alt-Langenberg, dem Bürgerverein und bei der WAZ Langenberg: Überall fragte Overhoff vergeblich an – immer in der Hoffnung, irgendwo doch noch auf ein altes Aula-Bild zu stoßen.

Gedenktafel aus Marmor

„Es scheint wirklich unglaublich, dass nie jemand im Innern der Aula fotografiert hat“, sagt Overhoff. Damit hatte er tatsächlich nicht gerechnet, als er vor Monaten begann, Material für seine nächste stadtgeschichtliche Arbeit zu sammeln. Steht die Aula doch im Mittelpunkt dieser Recherchearbeiten. Besser gesagt eine alte Gedenktafel, die sich dort befand. „Nach dem 1. Weltkrieg hat das Gymnasium die Namen aller im Krieg gefallenen Lehrer und Schüler in goldenen Buchstaben auf eine Marmortafel eingravieren lassen, und diese Gedenkplatte hing in der Aula“, erzählt Overhoff.

Gedenktafel soll wieder aufgehängt werden

Als man im Gymnasium etliche Jahre später in Raumnot geriet und die vom zweiten Stock bis ins Dach offene Aula in zusätzliche Klassenräume umbaute, verschwand auch die Gedenktafel. Allerdings nicht spurlos. Bestens verwahrt begleitete sie die Schule auch, als diese Anfang der 1970-er Jahre in den Neubau an der Panner Straße umzog. Dort will Overhoff das zeitgeschichtliche Dokument darüber, wie die Stadt mit ihren gefallenen Söhnen umging, demnächst wieder in einer Ausstellung zugänglich machen: In einer Installation an einer Wand des Gymnasiums, wo Schüler auch Gelegenheit haben sollen, sich kritisch mit diesem Teil der Schulgeschichte auseinandersetzen zu können.

Nun sind WAZ-Leser gefragt

„Und natürlich wäre es schön, dort auch ein Bild von der Aula zeigen zu können“, sagt Overhoff. Der die Hoffnung, doch noch fündig zu werden, noch nicht völlig aufgegeben hat: „Vielleicht hat ja ein Leser noch ein Foto“, hofft er. Wenn also jemand eines besitzt, kann er sich gern bei der Redaktion melden: 0 20 52/96 12 12.