Besucher lieben ihr Panoramabad in Neviges

Abgetaucht: Auch Ogurhat (9) genoss den sonnigen Sonntag im Panoramabad.
Abgetaucht: Auch Ogurhat (9) genoss den sonnigen Sonntag im Panoramabad.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Es gibt keine Riesenrutschen, keine aufregenden Attraktionen. Dafür aber ein 50 Meter Sportbecken und jede Menge Grün zum ausruhen und sonnen: Die Besucher lieben ihr Panoramabad in Neviges.

Neviges..  Sie kommen von nah und fern, aus Velbert, viele aus Wuppertal, viele auch aus Mettmann. Wie Jutta Häusler, die gestern, an diesem wunderbar sonnigen, aber nicht zu heißem Sommersonntag spontan ihre drei Neffen ins Auto packte und ins Panoramabad düste. „Das hier ist in der ganzen Umgebung das schönste Freibad. Unser Naturbad in Mettmann mag ich überhaupt nicht.“ Es hat eben eine feste Fangemeinde, das Familienbad am Wiesenweg.

Kurz nach 11 Uhr. Die Vier sind gerade angekommen, Tante Jutta hat die Decke ausgebreitet, Ben (6) schleckt ein Eis, Malte (11) beißt lieber ins mitgebrachte Wurstbrötchen und Hendrik (8) sondiert erstmal die Lage. „Ich bin erstaunt, dass es heute bei dem Wetter nicht voller ist, liegt bestimmt an dem Brückentag, da sind einige Leute weg“, vermutet Jutta Häusler.

Auf den Stufen mit Blick auf das Wellenbad hat es sich Familie Wagner gemütlich gemacht. Wellen sehen sie heute allerdings nicht, was die Stimmung aber nur ein kleines bisschen trübt. „Das hier ist einer der ganz wenigen Einrichtungen, die Velbert überhaupt zu bieten hat“, meint Thomas Wagner, Großvater der kleinen Feline (2). Die war gerade schon mit Mama Emine im Babybecken. „Ich finde das Wasser für die ganz Kleinen ein bisschen zu kalt, aber ansonsten ist es total schön hier.“ Für Familie Wagner jedenfalls gibt es keine Alternative für das landschaftlich reizvoll gelegene Freibad mit seinen sanften Hügeln zum ausruhen und sonnen.

Ein Sonntag mit Oma und Opa, das war auch für Jasmin (10) gestern der Hit. Was ihr besonders gefällt? „Das Springen vom Turm. Und das tiefe Wasser.“ Jetzt muss Jasmin allerdings erstmal still halten, Opa Gerd Kleinert bringt ihr nasses, langes Haar in Ordnung. Und das ohne zu ziepen. „Gleich geht’ s weiter zum Minigolfplatz, wir sind ja schon seit 9.30 Uhr hier“, meint Oma Gisela vergnügt.

Sich mit Anlauf und Karacho vom Dreier zu stürzen, das mag auch Marius (12) besonders gern. „Ich nehm sonst den Fünfer, aber der ist ja gerade gesperrt.“ Währenddessen zieht Janine Ryschka gegenüber im Sportbad ihre Runden. „Früher war ich mit meinen Eltern und Geschwistern hier, jetzt mit meinem Mann.“ Ihr Liege-Stammplatz neben dem Baum, diese Ruhe, das alles liebt sie. „Außerdem achten die hier sehr auf Sauberkeit, die neuen Duschen sind wirklich klasse“.

Gabi Duwe aus Wuppertal hat seit jeher einen anderen Stammplatz: die Stufe drei am Sportbecken, hier vertieft sie gerade ihre Ostsee-Bräune. „Ich komme schon mein ganzes Leben hierher, ist einfach schön. Hier gibt’s keine dumme Anmache und kein Proll-Volk.“