Besser als der Ruf

Zum ZOB: Obwohl die Verkehrsplaner sich große Mühe gegeben haben, an der Kreuzung Friedrich-Ebert-/Poststraße einen Unfall-Schwerpunkt zu schaffen, passiert an dieser Stelle fast nichts. Das spricht dafür, dass die Autofahrer besser sind als ihr Ruf. Ich meine damit nicht, dass die Verkehrsteilnehmer sich mit den Verkehrsregeln auskennen, sondern, dass sie entsprechend defensiv fahren, um diese Defizite auszugleichen.

Zugegebenermaßen ist die Situation an dieser Kreuzung gewöhnungsbedürftig, aber es gibt immerhin durchgezogenen Linien, die man nicht überfahren darf, durchgestrichene Linksabbiegerpfeile und eine eindeutig gekennzeichnet Busspur.

Jetzt könnte man ja noch denken, dass die Autofahrer, die das alles ignorieren, zumindest von der Busspur nach rechts in die Poststraße abbiegen wollen. Weit gefehlt! Sie wollen auch noch geradeaus fahren. Das führt unweigerlich zu gefährlichen Situationen, wenn nämlich auch diejenigen weiterhin die Friedrich-Ebert-Straße befahren wollen, die sich links von der Busspur richtig eingeordnet haben. Interessanterweise aber knallt es meistens nicht, weil die korrekten Verkehrsteilnehmer ahnen, was die anderen vorhaben und eben nicht auf ihr Recht pochen.

Da aufgrund dieser vielen verpeilten Autofahrer die Vorrangschaltung für die Autobusse ohnehin nicht funktioniert, sollte man meines Erachtens darüber nachdenken, hier eine eindeutige Verkehrsführung zu schaffen und die Busspur vorübergehend für alle Verkehrsteilnehmer freizugeben. Mein Spaßfaktor würde dadurch zwar deutlich sinken, aber mein Adrenalinspiegel auch.