Berufsorientierungsbörse an der Gesamtschule Velbert

Wissbegierig fragen die Gesamtschüler nach und notieren sich auf ihren Blättern das Wichtigste.
Wissbegierig fragen die Gesamtschüler nach und notieren sich auf ihren Blättern das Wichtigste.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Schüler der Gesamtschule Velbert nutzen Berufsorientierungsbörse, um sich über Ausbildung und Studium zu informieren. Die Meinungen über den Sinn gehen aber auseinander.

Velbert..  Wie soll mein Berufsleben später aussehen? In welchem Beruf sehe ich für mich eine Zukunft? Und was interessiert mich überhaupt? Das sind Fragen, die den Schülerinnen und Schülern der Stufen acht, neun und zehn der Gesamtschule Velbert-Mitte beantwortet werden sollen und Themen, über die Schüler informiert werden sollen. Dazu gab es am Donnerstag die Chance bei der alljährlich stattfindenden Berufsorientierungsbörse (BOB) in der Aula der Gesamtschule.

Unibesuch und Praktikum

Bei den Schülern gehen die Meinungen über und das Interesse an der BOB deutlich auseinander. Die einen wissen schon genau, was sie später machen wollen, andere sind noch unsicher. „Ich werde Grundschullehrer“, sagt Niels Sperling überzeugt. „Das macht körperlich nicht so kaputt und es gibt großen Mangel an männlichen Lehrkräften“, sind Gründe für den Schüler der neunten Klasse. Schüler Oussama Zarouali sagt, es gebe viele gute Aktionen der Schule, um wichtige Informationen über und Einblicke in verschiedene Bereiche zu bekommen. Dazu gehöre zum Beispiel ein interessanter Besuch an einer Universität: „Auf jeden Fall fühle ich mich gut vorbereitet“, sagt der Zwölftklässler, der nur noch ein Jahr die Schule besucht.

Vanessa Rademacher, auch aus Klasse zwölf, berichtet ebenfalls, dass es viele Angebote an der Schule gebe, aber die BOB sei „eher nichts für mich, weil ich schon weiß, was ich später machen will.“

Linda Bergmann, Schülerin der Klasse zwölf, findet die Börse als zusätzliche Hilfe sinnvoll, glaubt aber, dass man sich vorher schon Infos ranholen sollte: „Ich habe mich auch schon vorher informiert, aber die BOB hilft dabei, das Wissen noch einmal zu vertiefen und sich über Alternativen schlau zu machen.“ Sie findet aber auch, dass die Gesamtschule gut auf die Berufsorientierung und Berufsfindung vorbereite: „Wir waren auch an einer Uni, um das Studentenleben kennenzulernen.“ Sie habe für sich entschieden, ein duales Studium anzustreben, denn „ich möchte auch praktisch arbeiten“, sagt Linda Bergmann. Mitschülerin Tamara Hofer findet die Börse auch sinnvoll, denkt aber, „dass die für die Kleinen aus der achten Klasse noch etwas früh kommt. Die wissen oft noch gar nicht, was sie nach der Schule machen wollen.“

Wie Recht sie damit hat, zeigen Nina, Jana, Sara und Antonia aus eben jener achten Klasse. Während Antonia und Nina noch keine richtige Idee haben, was sie nach der Schule machen sollen, haben sich Jana und Sara immerhin schon auf die Richtung festgelegt: „Ich möchte sowas wie Industriekauffrau machen“, sagt Jana. Und Sara möchte „in der Reha arbeiten“.