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Schloss Hardenberg

Berlin gibt weniger als erhofft

03.07.2009 | 18:19 Uhr

312 000 Euro aus Denkmalschutz-Programm für das Schloss. Fördervereinschef Dr. Peter Egen enttäuscht.

Der Bundestag hat 312 000 Euro für die Sanierung des Schlosses Hardenberg bewilligt. Somit ist das Nevigeser Prachtgemäuer eines von 14 Projekten in Nordrhein-Westfalen, in das Mittel des „Sonderprogramms Denkmalschutz” fließen – 2,8 Mio Euro umfasst das Programm für NRW insgesamt. In Berlin eingesetzt haben sich die beiden Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese (SPD) und Michaela Noll (CDU). „Ohne den Zuschuss des Bundes ist es nicht möglich, diese Denkmäler zu erhalten”, sagte Griese. Der Bund übernimmt bis zur Hälfte der Kosten für dringende Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an Denkmälern, die das nationale kulturelle Erbe prägen.

Richtig froh stimmt der Entscheid aus der Hauptstadt den Vorsitzenden des Fördervereins nicht. „Ich bin enttäuscht über die Höhe des Betrages”, sagt Dr. Peter Egen, der sich jedoch im Namen des Vorstands für das Engagement der beiden Politikerinnen bedankt. Es sei der Finanzkrise geschuldet, dass immer weniger Mittel für Projekte wie das der Schlosssanierung flößen.

Egen sieht jetzt durchaus die Stadt in der Pflicht: „Stadtplaner Roland Dabrock hat zugesagt, dass das Schloss Ende 2009 wieder begehbar sein werden”. Der unermüdliche Dr. Egen prüft nun, inwieweit das Stadterneuerungsprogramm der Bezirksregierung auch für Einzelmaßnahmen in Frage kommt.

Eine weitere Möglichkeit, die Sanierung des Schlosses noch voranzutreiben, sieht der Vereinsvorsitzende im Konjunkturprogramm II. Vorausgesetzt, das Schloss kann dort als neues Projekt deklariert werden, müsste der Antrag dann durch den Rat. Egen: „Wir appellieren an Parteien und Wählergemeinschaften in Velbert, sich für das Schloss einzusetzen!”

Matthias Spruck

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Kommentare
06.07.2009
08:21
Berlin gibt weniger als erhofft
von eaott | #7

@ Stadtbeobachter
Dann soll der Stadtrat doch ganz einfach (aber bitte aus der eigenen Tasche) Lotto spielen und den großen Jackpot gewinnen und sich aus dem Gewinn alle Träume erfüllen..
Aber ich halte es für mehr als unangemessen, wenn jetzt für jeden Verein eigene Sportstätten gebaut werden sollen, wenn dafür die Finanzierung der laufenden Aufgaben der Stadt nicht mehr garantiert ist.
Wenn jetzt jemand ankommt und sagt, daß eine Investition - wie das Stadion - ja ruhig mit Krediten finanziert werden kann, wäre das richtig, wenn wenigstens die Gefahr bestände, daß diese Investition sich irgendwann mal selbst tragen kann.

05.07.2009
20:42
Berlin gibt weniger als erhofft
von Stadtbeobachter | #6

Naja, sagen wir es so:
Im ersten Bauabschnitt sind ja eher die Hallen, das Mehrzweckfeld und die Leichtathletikanlage geplant.

Die Commanders gehören nämlich definitiv nicht in eine Sporthalle wie an der Poststraße (der ganze Boden im A....). Der sehr erfolgreiche Tanzclub kann es kaum erwarten aus der Stadthalle (der mit dem morbiden Charme der Nachkriegsjahre) rauszukommen...und wären Sie persönlich Anlieger im Bereich der Sonnenblume, würden Sie den Größenwahnsinnigen wahrscheinlich die Füße küssen, wenn die SSVG von der Sonnenblume wegkäme. Und die Größenwahnsinnigen können auch nichts für die Vorgaben eines DFB.

@Velberterin
Und was sollte dann mit den Denkmalen geschehen?
Und so dreckig, wie gerne teilweise suggeriert, ist Velbert nun wahrlich nicht!

Eine Lösung für alle Probleme unserer Stadt habe ich aber leider auch nicht am Start - aber die hat wohl keiner.

MfG

05.07.2009
10:45
Berlin gibt weniger als erhofft
von Velberterin | #5

1 Bürgerhaus+1Schloß+1 Sportzentrum=Geld für sanierte Schulen, ausreichend Kindergartenplätze ohne Erhöhung der Gebühren, eine Musik-und Kunstschule ohne Erhöhung der Gebühren, endlich eine saubere gepflegte Stadt Velbert!

05.07.2009
09:00
Berlin gibt weniger als erhofft
von eaott | #4

Wenn das so ist, sollte man sich doch wirklich mal ernsthaft überlegen, ob die Bürger bereit sind, die größenwahnsinnigen Auflagen eines Sportbundes, die ein größenwahnsinniger Stadtrat für einen größenwahnsinnigen Sportverein genehmigt, so einfach über die Steuern zu zahlen. Dabei ist es z.B. mir relativ egal, ob die verschwendeten Steuergelder ais Velbert, Düsseldorf oder Berlin kommen.

04.07.2009
18:47
Berlin gibt weniger als erhofft
von Stadtbeobachter | #3

1 Bürgerhaus (Langenberg) = ca. 1 Sportzentrum
1 Vorburg + 1 Schloss (Neviges) = ca. 1 Sportzentrum

Abzuziehen wären dann noch die Mittel aus den staatlichen (Land/Bund) Zuschüssen - aber auch die bezahlt im Endeffekt sowieso jeder Steuerzahler - halt nur ne andere Kasse.

MfG

04.07.2009
12:44
Berlin gibt weniger als erhofft
von dorfbeobachter | #2

@eaott
1 sportzentrum = 3 schlösser.
müsste man das aus eigener tasche zahlen, wäre das eine, wie das andere natürlich günstiger machbar.

04.07.2009
07:48
Berlin gibt weniger als erhofft
von eaott | #1

Wieviel kostet so eine Sanierung des Schlosses eigentlich im Vergleich zum Neubau eines Stadions für unsere Elite-Kicker?
Nur mal um ein Gefühl für die Zahlen zu bekommen!

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