312 000 Euro aus Denkmalschutz-Programm für das Schloss. Fördervereinschef Dr. Peter Egen enttäuscht.
Der Bundestag hat 312 000 Euro für die Sanierung des Schlosses Hardenberg bewilligt. Somit ist das Nevigeser Prachtgemäuer eines von 14 Projekten in Nordrhein-Westfalen, in das Mittel des „Sonderprogramms Denkmalschutz” fließen – 2,8 Mio Euro umfasst das Programm für NRW insgesamt. In Berlin eingesetzt haben sich die beiden Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese (SPD) und Michaela Noll (CDU). „Ohne den Zuschuss des Bundes ist es nicht möglich, diese Denkmäler zu erhalten”, sagte Griese. Der Bund übernimmt bis zur Hälfte der Kosten für dringende Substanzsicherungs- und Restaurierungsarbeiten an Denkmälern, die das nationale kulturelle Erbe prägen.
Richtig froh stimmt der Entscheid aus der Hauptstadt den Vorsitzenden des Fördervereins nicht. „Ich bin enttäuscht über die Höhe des Betrages”, sagt Dr. Peter Egen, der sich jedoch im Namen des Vorstands für das Engagement der beiden Politikerinnen bedankt. Es sei der Finanzkrise geschuldet, dass immer weniger Mittel für Projekte wie das der Schlosssanierung flößen.
Egen sieht jetzt durchaus die Stadt in der Pflicht: „Stadtplaner Roland Dabrock hat zugesagt, dass das Schloss Ende 2009 wieder begehbar sein werden”. Der unermüdliche Dr. Egen prüft nun, inwieweit das Stadterneuerungsprogramm der Bezirksregierung auch für Einzelmaßnahmen in Frage kommt.
Eine weitere Möglichkeit, die Sanierung des Schlosses noch voranzutreiben, sieht der Vereinsvorsitzende im Konjunkturprogramm II. Vorausgesetzt, das Schloss kann dort als neues Projekt deklariert werden, müsste der Antrag dann durch den Rat. Egen: „Wir appellieren an Parteien und Wählergemeinschaften in Velbert, sich für das Schloss einzusetzen!”
08:21
@ Stadtbeobachter
Dann soll der Stadtrat doch ganz einfach (aber bitte aus der eigenen Tasche) Lotto spielen und den großen Jackpot gewinnen und sich...
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