Bau des Busbahnhofs in Velbert geht zügig voran

Olaf Rakowski (li.) und sein Kollege Arnd Sulimma von den Technischen Betrieben Velbert beim Baustellen-Rundgang mit der WAZ.
Olaf Rakowski (li.) und sein Kollege Arnd Sulimma von den Technischen Betrieben Velbert beim Baustellen-Rundgang mit der WAZ.
Foto: FUNKE Foto Services
Wenn alles weiter wie am Schnürchen läuft, dann ist der neue ÖPNV-Knotenpunktim September fertig und betriebsbereit. Es gibt im Umfeld einige Änderungen für alle Verkehrsteilnehmer.

Velbert..  Zurzeit ruht – bedingt durch den Wintereinbruch – die Baustelle für den Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) an der Friedrich-Ebert-Straße vis-à-vis Finanzamt. Doch die Zwangspause soll nicht von Dauer sein. „Nächste Woche geht’s wohl planmäßig weiter“, sagt Olaf Rakowski von den Technischen Betrieben Velbert (TBV) beim Ortstermin und erzählt, dass die aktuell größte Tiefbaumaßnahme der TBV „über Plan“ liege. Sprich: Man ist schon viel weiter als vorgesehen. Bei guten Wetter-Bedingungen könne man sowohl in den umliegenden Straßen als auch im ZOB-Bereich bis Ende Februar die beiden noch fehlenden Asphaltschichten aufbringen, parallel dazu werde gepflastert, erklärt der Sachgebietsleiter Straßenneubau.

Danach falle auch die Fahrspur-Verschwenkung in Höhe Finanzamt fort, reagiert Rakowski auf Kritik bezüglich des Gefahrenpotentials im Kreuzungsbereich Post-/Friedrich-Ebert-Straße. Aufgrund der Einengung durch die Baustelle habe man aber keine andere Wahl gehabt: „Wir sind froh, dass die Autofahrer dort so vorsichtig und umsichtig sind und es noch keine Unfälle gegeben hat.“ Die Verschwenkung gegenüber des Parkhauses müsse allerdings wegen der Ersatzhaltestellen noch bis zur Inbetriebnahme des ZOB bleiben.

Das Projekt – rund 2,8 der 4,8 Millionen Euro Baukosten schießt der VRR zu – wird voraussichtlich im September fertig und betriebsbereit. Wohl ab Herbst werden dann stündlich 40 Busse nahezu sämtlicher Linien den neuen ZOB ansteuern. Über den genauen Termin laufen momentan Abstimmungsgespräche mit sämtlichen ÖPNV-Unternehmen.

Der Busbahnhof bekommt Ein- und Ausfahrten an der Straße Am Offers sowie an der Nedderstraße. Und zwar per Ampel geregelt mit Bevorzugung des ÖPNV. Die beiden genannten Straße werden abgebunden, sollen aber für Anlieger zugänglich bleiben.

Zu den wichtigsten Änderungen im Straßenverkehr rund um den ZOB gehört, dass die Poststraße – dort wurden bereits Fakten geschaffen – in Richtung Kolpingstraße nur noch eine Einbahnstraße ist. Darüber hinaus wird es in Zukunft – von Norden her kommend – keinen Linksabbieger mehr in die Poststraße geben. „Man muss dann also schon in die Schlossstraße abbiegen“, erläutert Arnd Sulimma. Und wer aus Richtung Süden komme und in die Innenstadt wolle, so der TBV-Verkehrsplaner weiter, müsse die Grünstraße benutzen.

Digitales Info-System

Die Ausschreibung für die neuen Ampeln läuft; im Juli werden am ZOB die Dächer aufgebaut, damit die Fahrgäste auf den drei Warteinseln nicht im Regen stehen. Sulimma beschreibt das Ganze als „eine sehr offene“, anthrazitfarbene Stahl-Glas-Konstruktion. Die Bänke bekommen U-förmige, Glas-Schutzwände. Auf die mittlere Insel kommt eine entgeltpflichtige WC-Anlage für Fahrer und Fahrgäste. Und abschließend wird ein digitales Fahrgast-Info-System installiert, das dann anzeigt, in wie viel Minuten die jeweils nächsten sechs Busse am ZOB eintreffen.