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Ausbildungspaten in Velbert gesucht

09.03.2016 | 12:00 Uhr
Ausbildungspaten in Velbert gesucht
Ausbildungspaten stehen ihren Schützlingen zwei Jahre zur Seite, so ist es vertraglich geregelt.

Velbert.   Dritte Staffel des Projekts läuft an: Gesamtschülern vor dem Abschluss soll die Suche nach einem Ausbildungsplatz erleichtert werden.

Wenn es darum geht, jungen Menschen auf dem Weg von der Schule bis in die Berufstätigkeit hinein zu begleiten, so darf Hartmut Peller als Premiumadresse gelten. Der 62-Jährige hat viele Jahre als Personalleiter in mittleren und großen Unternehmen gearbeitet, bevor er sich vor 13 Jahre selbstständig machte als Coach und Berater. Parallel dazu engagiert sich der Velberter beim Projekt der Ausbildungspatenschaften, das 2014 von der Freiwilligenagentur Velbert, den Wirtschaftsjunioren, der Gesamtschule und der Kompetenzagentur Velbert begründet worden war. Unter Schirmherrschaft des Bürgermeisters sollen Paten wie Peller, der über die Freiwilligenagentur ins Projekt kommt, ausgewählten Gesamtschülern Hilfestellungen leisten.

Pate hat wichtige Kontakte

„16 Schüler haben wir drei Ehrenamtlichen bislang betreut“, sagt Hartmut Peller. Erster Kontakt zwischen Pate und Schüler wird etwa ein Jahr vor dem Schulabschluss aufgenommen. „Die nun auf zwei Jahre angelegte Beziehung wird vertraglich begründet – das unterstreicht die Ernsthaftigkeit“, so Peller. Die meisten Patenschüler haben keine klare Vorstellung, welche fachlichen und sozialen Kompetenzen für eine erfolgreiche Bewerbung notwendig sind, berichtet der Pate; oft bestehe bei den Jugendlichen auch keine Vorstellung davon, welche Ausbildung sie anstreben möchten. „Das sind völlig normale junge Leute, die Orientierung benötigen“, erklärt Peller. Als Coach versuche er, ihnen bei der Selbstreflexion zu helfen: Wo stehe ich, wo will ich hin?

Hartmut Peller sondiert die in Frage kommenden Branchen. Und er hat wichtige Kontakte: Bei der Arbeitsagentur kennt er Mitarbeiter, zu denen er kurze Drähte pflegt, ist bei Ausbildungsleitungen hiesiger Firmen und auch in Wülfrath bekannt. „Besonders wichtig ist es für mich, einen Fuß in der Tür beider Schlüsselregion zu haben, um meine Schützlinge bei den Firmen von Schloss und Beschlag vorstellen zu können“, sagt Hartmut Peller. Ein wichtiges Kommunikationsforum ist da die regelmäßig an der Gesamtschule stattfindende Berufsorientierungsbörse, auf der die Ausbildungspaten einen eigenen Stand. Dazu kommen Elternabende an der Gesamtschule, wo sich neue Eltern und ihre Kinder einfinden, um den Erläuterungen der Paten zu lauschen. „Prinzipiell ist es vorstellbar, dass auch andere Schulen am Patenschaftsprojekt teilnehmen, doch zunächst kümmern wir uns dort“, sagt Peller.

Nun soll die dritte Staffel des Projekts starten, weitere Paten sind dringend erwünscht. Wie die Freiwilligenagentur mitteilt, muss der Pate oder die Patin kein Pädagoge oder Handwerksmeister sein, sondern Menschen, die wie Hartmut Peller mitten im Leben stehen.

Matthias Spruck

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2016-03-09 12:00
Velbert