Auf dem Einert darf nur „luftig“ gebaut werden

Nierenhof..  Lange wurde mit dem Grundstücksinhaber nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht – als sich die nicht finden ließ, beschlossen Verwaltung und Politik der Stadt Velbert, selbst geltendes Planungsrecht zu schaffen: Der Bebauungsplanentwurf Nr. 106 „Auf dem Einert“, über den heute der Bezirksausschuss berät und beschließt, wird künftig regeln, was auf dem Gelände gebaut werden darf, wenn der Gasthof Nierenhof und seine Nebengebäude an der Kreuzung Hattinger Straße/Bonsfelder Straße abgerissen werden.

Elf Reihenhäuser hatte der Bauantrag vorgesehen, der bei der Stadt für das Areal eingegangen war. „Viel zu dicht für die zentrale, innerörtliche Lage Nierenhofs“, befand die Verwaltung, die befürchtete, dass eine so massive Bebauung „zu einem städtebaulichen Missstand führen“ würde.

Eine Einschätzung, der die Politik folgte. Und so fasste der Rat der Stadt Velbert im Februar 2013 nicht nur den Beschluss, für das Gebiet einen Bebauungsplan aufzustellen. Der Rat erließ auch eine Veränderungsperre für dass Flurstück „Auf dem Einert“, was zunächst jegliche Bebauung verbot.

Nach dem Entwurf des neuen Bebauungsplanes, den die Verwaltung den Politikern vorlegt, soll das Gelände nur noch sehr „luftig“ bebaut werden dürfen. Die Pläne sehen zwei „Baufenster“ im Bereich des jetzigen Gasthofs vor, die sich, so die Verwaltung, „an den bestehenden Hauptgebäuden orientieren, um den Charakter des zentralen Bereiches in Nierenhof erhalten und gleichzeitig eine aufgelockerte Bebauung sicherzustellen“.

Nach dem BZA wird sich auch der Umwelt- und Planungsausschuss am Dienstag kommender Woche mit dem Thema befassen.