Apothekerin aus Velbert rät von Selbstmedikation ab

Die Leistungsfähigkeit dauerhaft mit Medikamenten zu erhalten, ist keine gute Idee.
Die Leistungsfähigkeit dauerhaft mit Medikamenten zu erhalten, ist keine gute Idee.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Schnell mal eine Aspirin einwerfen, dann wird man schon wieder fit. So denken viele, gesund ist das aber nicht. Die Velberter Apothekerin Martina Bellers hat bessere Ideen.

Velbert.. Kopfschmerzen, eine hartnäckige Erkältung oder das allgemeine Gefühl verminderter Leistungsfähigkeit – die Ursachen, warum Arbeitnehmer regelmäßig zu Medikamenten greifen, um mit Elan bei der Arbeit zu sein, sind vielseitig. Und auch wenn man sich vieles rezeptfrei in der Apotheke besorgen kann, ist die dauerhafte Einnahme nicht unbedingt ratsam.

„Von Zeit zu Zeit sollte man abklären, ob das, was man einnimmt, aktuell noch das Richtige ist“, erklärt Apothekerin und Heilpraktikerin Martina Bellers aus Velbert-Neviges. Neben dem Gang zum Arzt kann da oft schon der Apotheker weiterhelfen. „Besonders Stress kann die Ursache vieler Symptome sein“, so die Inhaberin der Sonnen-Apotheke in Neviges, „zudem kann er anfällig machen, zum Beispiel für Erkältungen oder Rückenschmerzen.“

Ausgeglichener Schlaf-Wach-Rhythmus

Doch was, wenn man den Stress nicht so einfach aus seinem Leben verbannen kann? „Der Körper ist darauf ausgelegt, auch mal anstrengende Lebensphasen auszuhalten“, so Bellers, doch gerade dann solle man besonders auf sich achten. „Der Körper muss ausreichend mit Mineralstoffen und Vitaminen versorgt sein“, so die Apothekerin. Zudem sei ausreichend Schlaf wichtig, um stressige Zeiten durchzustehen. „Gerade auf pflanzlicher Ebene gibt es viel, das zum ausgeglichenen Schlaf-Wach-Rhythmus beitragen kann“, erläutert sie.

Klar, wenn der Stress zur dauerhaften Belastung wird, gilt es, den Ursachen auf den Grund zu gehen, sie am besten auszuräumen. „Der Druck im Arbeitsleben aber auch im privaten Umfeld nimmt für viele Menschen zu“, so Bellers’ Erfahrung, „psychologische oder ärztliche Betreuung ist dann oft der richtige Weg.“ Die Leistungsfähigkeit mit Medikamenten aufrecht zu halten, hilft dagegen nicht dauerhaft. „Ewig hält der Körper das nicht durch.“