Anziehungskraft stärken
27.04.2010 | 10:42 Uhr 2010-04-27T10:42:00+0200Der Preis für den Autobahnbau zwischen Ratingen und Velbert – eines der größten und aufwändigsten Lückenschluss-Projekte im NRW-Autobahnnetz – ist hoch.
Womit nicht nur die aktuell auf stolze 222 Mio Euro bezifferten Baukosten gemeint sind. Vielmehr sind auch die massiven Eingriffe in Natur und Landschaft erheblich und in ihrer Tragweite letztlich unermesslich. Allerdings: Für den Standort Niederberg kann der Lückenschluss einen gewaltigen, bitter nötigen Ruck nach vorn bedeuten. Um zu sehen, wie wichtig und wirkungsvoll eine funktionierende, komfortable Infrastruktur ist, muss man nur die jüngste Geschichte betrachten. Etwa die erst vor wenigen Jahren geschaffene Rheinquerung der A 44.
Oder man schaut rüber ins nahe Ratingen, das gleich mehrere Autobahnen und eine wichtige S-Bahn-Verbindung bietet. Dazu die direkte Nachbarschaft zum Flughafen und einen ICE-Haltepunkt fast noch auf eigenem Stadtgebiet. Das sind Standortfaktoren, wie sie die Wirtschaft und auch die Menschen suchen, brauchen und schätzen. Und wie sie der hiesigen Region viel zu lange vorenthalten geblieben sind. Wie schön, dass es nach mehrfachem Verschieben jetzt doch noch kurz vor der Landtagswahl geklappt hat mit dem ersten Spatenstich.
Dieser markiert den Auftakt für neue Optionen und dringend benötigte Entwicklungschancen in Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath. Jedoch: Ist das Ganze erst einmal fertig, geht’s natürlich auch schneller weg aus Velbert. Dann rücken auswärtige Freizeitangebote, Geschäfte, Kultureinrichtungen und Gastronomie auf Minuten-Entfernung näher.
Deshalb muss die Bauzeit unbedingt dazu genutzt werden, auf diesen Feldern vor Ort „Magnete” zu schaffen, die eine Fluchtbewegung überflüssig machen. Und – noch besser – darüber hinaus auch noch neue Besucher und Konsumenten von außerhalb anziehen.
16:13
Robin, wat is das denn für ein Unsinn?
Ich wohne hier seit 30 Jahren, in dieser Zeit hätte ich es gerne gesehen das am alten Bahnhof oder sonst eben zentral ein Bahnhof in Velbert ist. Der sollte möglichst nach allen Richtungen führen, es kann nicht jeder ein Auto bzw. Führerschein haben, das ist der Punkt.
13:39
Hier wird ja viel über einen Bahn Anschluß geredet, S-Bahn denke ich mal. Aber wo soll die den hinfahren? Nach Kettwig, da braucht man entweder eine Zahnradbahn oder so viele Serpentienen das sich die Fahrzeit nicht lohnt. Nach Wuppertal kenn ich mich nicht aus würde ich aber das selbe annehmen. Demnach wäre die eizige Möglichkeit über Heiligenhaus nach Ratingen und D´dorf. Diese würde dann aber paralel und in wenigen Kilometern Entfernung zur S6 verlaufen und daher unsinnig sein. Es geht aber auch viel billiger und Organisatorisch wesentlich leichter: Ein Pendelbus! Wenn man so eine Buslienie einrichtet, von Kettwig Stausee nach Nierenhof oder Neviges, mit einer Taktung von 20min oder weniger und nur zwei oder drei Haltestellen auf Velberter Satadtgebiet hätte man einen gute Anbindung Velberts nach Wuppertal D´dorf und auch Essen. Und dies würde einen Bruchteil eines Bahnanschlusses kosten und wäre auch sofort und nicht nach 10jähriger Bauzeit zu verwirklichen.
Dies nur als Denkanstoß.
07:51
Tja, die Nummer mit dem Bahnanschluß..... Da gibt es doch wirklich Leute, die glauben, das mehr Leute mit dem Fahrrad einfach so durch die Gegend fahren, als Leute, die mit der Bahn zur Arbeit fahren würden. Ich habe an meiner Arbeitsstelle in 50m Entfernung einen Bahnhof. Super! Nur in Velbert gibt es keinen. Statt dessen gurke ich jeden Tag 2 x über die Autobahn. Würde auch die Bahn länger brauchen, würde ich immer noch diese sofort bevorzugen. Aber mit dem Vorhaben, eine Straße in Velbert von der Metallstr. bis zur Schmalenhofer Str. auf der Bahntrasse zu setzen, ist die Nummer mit der Bahn ja wohl entgültig gestorben. Und da es ja immer Benzin geben wird, braucht man sich über Alternativen keinen Kopf machen.
16:28
Wenn man arbeiten will, dann muss man das Pendler-Dasein im Auge haben, das hier in Velbert kaum Arbeitsplätze entstehen weiss jeder glaub ich .
Wenn man Schichtdienst noch dazu hätte, dann gute Nacht weil dann kann man ÖPNV komplett vergessen.
Aber die Anbindung kommt sehr spät, der Bahnanschluss ist absolut überfällig, warum passiert da nie was???
13:38
Als Pendler, der in Velbert wohnt und in Düsseldorf arbeitet freut es mich, dass die Autobahn nun endlich gebaut wird. Allerdings hätte man in Velbert eine mögliche Bahnanbindung nicht so leichfertig wegwerfen dürfen. Der ÖPNV von Velbert weg und nach Velbert ist eine Katastrophe. Und da hilft auch die Autobahn nichts. Wo haben da unsere Politiker da nachgedacht. Eine Bahnanbindung nach Düsseldorf (Essen-Kettwig) wäre meiner Ansicht nach mindestens genauso wichtig gewesen um Velbert und Heiligenhaus als Wohnort attraktiver zu machen.
09:16
@Emcy
Dass die Entlastung für Heiligenhaus und Flandersbach minimal ist, was schon vorher klar prognostiziert, auch wenn öffentlich immer anders kolportiert. Die Innenstadtumfahrung, die ja nun endlich kommt, bringt da viel mehr.
Die besten Wohnlagen werden von der Autobahn ohne wirksamen Lärmschutz hinterlassen, weil die Herren Heinisch und Freitag keinen Schneid hatten, sich für ihre Bürger einzusetzen, während in Wuppertal schon wegen eines Waldes (Burgholz) ein 2,5 km langer Tunnel gebaut wurde - für eine Landstraße.
Wir freuen uns aber auf den Einkauf in Düsseldorf als Entschädigung für die absehbare Verödung von Velbert und Heiligenhaus.
Wir freuen uns auch, dass wir bald unseren Jobs hinterherpendeln dürfen, weil die Betriebe ja nun an die Rheinschiene ziehen können, und die Facharbeiter pendeln dürfen. Die bleiben sicher in Niederberg. Niedrigere Mieten, niedrigere Löhne und zwei Dörfer an der Transitstrecke, das passt doch zusammen.
In Hattingen hat`s eine S-bahn und eine Straßenbahn direkt neben dem Busbahnhof an der Innenstadt.
In Velbert kann man sich das schenken, da reicht ein Mc-D Drive-In an der Autobahn. Dadurch entstehen ja auch Arbeitsplätze.
12:52
@2:
Wo nehmen Sie die zehntausende Anwohner her?
Streichen Sie da mal lieber mnid. eine Null weg.
Alle Innstadtheiligenhauser warten mit Spannung auf den Lückenschluß. Kaum noch Durchgangsverkehr, schnellere Anbindung, ...
Ich kann mir vorstellen daß sich einige Anlieger über diese Autobahn ärgern, jedoch haben sich die allermeisten dieser Anlieger selber sehenden Augens in diese Situation gebracht. Es steht nicht erst seit gestern in den Plänen wo die Autobahn entlang führen soll.
07:06
Wir Essener freuen uns riesig, dass jetzt der Transitverkehr durch Heiligenhaus geschleust wird um dann in den Dauerstau an der A52 stecken zu bleiben. Diese ganze Projekt ist der größte Blödsinn aller Zeiten. Begonnen hat der Unsinn damit, dass ein Velberter Bundesverkehrsminister sein Privatautobahn bei Velbert gebaut hat.
15:54
Ich zitiere:
Deshalb muss die Bauzeit unbedingt dazu genutzt werden, auf diesen Feldern vor Ort „Magnete” zu schaffen, die eine Fluchtbewegung überflüssig machen.
Dieses Teilstück wird im Gegenteil eine regelrechte Fluchtbewegung auslösen, weil es die Lebensqualität für zehntausende Anwohner in Heiligenhaus und in Ratingen dramatisch verschlechtert!
Und die notwendige Umstellung der Trinkwasserversorgung vom Homberger Brunnenwasser auf Rheinuferfiltrat ist auch nicht gerade ein Stadtortvorteil...
11:46
Die Autobahn ist ein erster Schritt zur notwendigen Verkehrsanbindung. Jetzt fehlt nur noch ein Bahnanschluß! Vor Eingemeindung von Langenberg und Neviges war Velbert die größte Stadt Deutschlands ohne Bahnanschluß. Für das Velberter Zentrum hat sich da praktisch nichts verändert. Doch Veränderung ist für die Velberter Wirtschaft dringend erforderlich!