Am Steuer trotz Verbots: doppelt dumm gelaufen

Die Polizei warnt davor, ein gültiges Fahrverbot einfach auf die leichte Schulter zu nehmen und zu denken „wird schon nicht auffallen, wenn ich trotzdem fahre“. Und zwar aus aktuellem Anlass. – So hat jetzt die Velberter Polizei am späten Montagabend bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle gegen 22.50 Uhr auf der Heidestraße einen weißen Kia-Kleintransporter gestoppt. Als die Beamten den 28-jährigen Fahrer kontrollierten, konnte dieser keinen Führerschein vorweisen.

Konkret befragt, räumte der Velberter ein, dass er zurzeit keine gültige Fahrerlaubnis besitze, da gegen ihn in einem Bußgeldverfahren erst kürzlich ein noch bestehendes Fahrverbot von einem Monat verhängt worden sei. Die Polizisten verboten dem Mann daraufhin die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten ein.

Doch das war, wie die Kreispolizeibehörde Mettmann gestern weiter berichtete, noch nicht alles gewesen. Denn im Laufe seines „Geständnisses“ hatte der Kia-Fahrer den Beamten auch noch erzählt, dass sein Führerschein erst Ende Dezember 2014 bei der Polizei in Mettmann in amtliche Verwahrung gegeben worden sei. Den Behördengang habe seine Ehefrau für ihn erledigt. Ein Blick in die Fahrzeugpapiere des Kleintransporters zeigte, dass die 24-jährige Ehefrau des Velberters als Halterin des Fahrzeugs fungiert. Da sie trotz offensichtlicher Kenntnis vom Fahrverbot ihres Mannes seine Fahrten mit dem Lkw nicht verhinderte, wurde gegen sie ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet.