Alte Rathaus in Neviges wird Teil des neuen Wohnparks

So sieht ein Teil des Wohnparks laut Modell aus: Das denkmalgeschützte alte Rathaus wird behutsam saniert und bekommt einen modernen Nachbarn aus hellem Beton.
So sieht ein Teil des Wohnparks laut Modell aus: Das denkmalgeschützte alte Rathaus wird behutsam saniert und bekommt einen modernen Nachbarn aus hellem Beton.
Foto: Grimmert
Was wir bereits wissen
An der Wilhelmstraße entsteht ein neues Wohnviertel für mehrere Generationen: Der „Wohnpark am alten Rathaus Neviges“ besticht durch Kontraste.

Neviges..  Ein gläserner Aufzug verbindet das frühere Postgebäude mit dem alten Rathaus. Neben dem roten Klinkerbau aus dem Jahr 1887 thront ein moderner, kastiger, lichtdurchfluteter Bau aus hellem Beton. Der „Wohnpark am alten Rathaus“, wie Investor André Grimmert sein Objekt nennt, besticht durch zahlreiche reizvolle Kontraste.

Lange rätselten die Nevigeser, wie es denn nach der Sanierung wohl aussehen werde, das Gebäude-Ensemble an der Wilhelmstraße, das in früherer Planungsphase noch „Residenz am Nevigeser Dom“ hieß. Ein Name, der Assoziationen an eine Seniorenresidenz weckt und daher dem jetzigen Entwurf des Mülheimer Architekten Johannes Krämer nicht mehr entspricht: Zwar gibt es im neuen Wohnpark auch altengerechte Wohnungen, in einem modernen Flachbau sogar mit 24-Stunden-Rundumbetreuung, aber auch jede Menge „junges Blut“ soll sich in schicken Penthouse-Wohnungen an der Wilhelmstraße wohl fühlen.

Zugang zur großen Dachterrasse

Beginnen wir den Rundgang durch den „Wohnpark“ im denkmalgeschützten Rathaus: Hier entstehen 16 Wohnungen in verschiedenen Größen, für Singles oder auch Familien jeden Alters, die Größe reicht von etwa 30 bis 100 Quadratmetern. Der Mietpreis, so Investor André Grimmert, werde sich am „normalen Mietzins“ orientieren, der zurzeit bei 7,50 Euro pro Quadratmeter liege. Die Fassade des historischen Gebäudes werde behutsam saniert, die nachträglich vor 30 Jahren eingebauten Dachgauben werden abgerissen und durch originalgetreue Nachkonstruktionen aus der Zeit der Jahrhundertwende ersetzt. Aus der oberen Etage des Rathauses, so ist aus dem Modell ersichtlich, gibt es aus zwei Wohnungen Zutritt auf die große Dachterrasse des rückwärtig liegenden Flachbaues, in der Senioren mit der 24-Stunden-Betreuung leben.

Dann wird es richtig spannend: Neben dem rot verklinkerten Rathaus entsteht im rechten Winkel ein bewusst modern gehaltener, puristischer Bau aus weißem Beton. „Zum einen ein gewollter Kontrast, zum anderen eine Angleichung an den benachbarten Dom“, so Investor Grimmert. Die Balkone der hellen Wohnungen zeigen Richtung Süden.

Hinter dem Rathaus ist zudem ein so genanntes „Boardinghaus“ mit zwölf kleineren Wohnungen geplant, die an Firmen vermietet werden, deren Angestellte für den Zeitpunkt ihres Arbeitseinsatze hier wohnen können.

Im nicht denkmalgeschützten Postgebäude wiederum sollen im Erdgeschoss weitere altengerechte, barrierefreie Appartements entstehen, zudem acht anderweitige Wohnungen in der ersten und zweiten Etage. Auch an eine Tiefgarage mit insgesamt 37 Stellplätzen ist gedacht, dazu wird unter anderem noch ein Brandschutzgutachten eingeholt. Und wann soll das Ganze losgehen? Investor Grimmert: „Der Bauantrag ist eingereicht, ich denke, in vier bis sechs Monaten.“