Alt-Langenberg ist Kult in der Senderstadt

Auf ein Bier: WAZ-Redakteur Sascha Döring (l.) lässt sich von Helmut und Brigitte Lambertz beschreiben, warum er Alt-Langenberg so schätzt.
Auf ein Bier: WAZ-Redakteur Sascha Döring (l.) lässt sich von Helmut und Brigitte Lambertz beschreiben, warum er Alt-Langenberg so schätzt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Kult in der Senderstadt: Das Alt-Langenberg ist ein uriges Lokal, das auch bei den eher untypischen Kneipenbesuchern hoch im Kurs steht.

Langenberg..  Etwas versteckt liegt das Alt-Langenberg – aber nur für Nicht-Langenberger. Denn der Fachwerkbau, der sich in eine scharfe Kehre der Hellerstraße duckt, ist Kult in der Senderstadt. Noch heute heißt es „komm, wir geh’n nach’m Werner“. Denn so hieß einst der beliebte Wirt. Heute heißen die Chefs Arndt Schiller und Charline Vaak. Seit 2008 führen die beiden das urige Lokal, das auf jedem Quadratmeter urigen Charme versprüht.

„Es ist ganz toll, was die beiden aus dem Laden gemacht haben“, schwärmen denn auch Brigitte und Helmut Lambertz. „Wissen Sie“, erzählt der 83-Jährige, „eigentlich sind wir nämlich gar keine großen Kneipengänger.“ Doch hier, „hier stimmt die Atmosphäre. Mich als alten Düsseldorfer erinnert das so ein bisschen ans Uerige.“ Und auf sein Altbier muss er auch nicht verzichten. „Sechs Sorten Bier gibt es hier vom Fass, es muss also keiner verzichten“, erzählt er lachend. Dabei hätten es „Charline und Arndt anfangs nicht leicht gehabt, gutes Publikum zu bekommen“, erzählt Brigitte Lambertz, die in Langenberg ein eigenes Schuhgeschäft führt – „in dritter Generation“, wie sie stolz betont. Doch durch ihre angenehme Art hätten die Wirtsleute es geschafft, „dass sich heute Jung und Alt hier wohlfühlen.“ Und trotz unterschiedlicher Altersstruktur „bleibt es immer friedlich hier. Dann kommen die Leute auch gerne, wenn sie wissen, dass hier Ruhe herrscht.“

Das Herz von Langenberg

Und so hat sich das Alt-Langenberg zu so etwas wie dem heimlichen Herzen der Senderstadt entwickelt. „Hier sind alle untergekommen“, fährt Helmut Lambertz fort. „Wir vom Bürgerverein halten hier unsere Treffen ab, auch andere Vereine sind regelmäßig hier.“ Untergebracht in einem extra Raum, der gemietet werden kann. Übrigens auch für private Feiern: „Die Charline hat auch ein Händchen für schöne Deko“, lobt Brigitte, „die ist immer geschmackvoll und passt zum Anlass.“ Wer will, kann im Alt-Langenberg auch kegeln, Dart spielen oder Fußball gucken – „allerdings nur die frei empfangbaren Spiele“, schränkt Arndt Schiller ein.

Besonders Lob hat sich auch die Küche verdient, findet das Ehepaar Lambertz. „Ein Traum“, schwärmen die beiden. „Es imponiert, wie hier aus einer ziemlich kleinen Küche eine tolle Speisekarte auf die Beine gestellt wird.“ Mit immer wechselnden Gerichten. „Heringsstip und Currywurst muss man hier aber unbedingt mal gegessen haben“, hebt Brigitte Lambertz zwei Gerichte hervor. Hinzu komme, dass das Team flexibel sei. „Auch Veganer bekommen hier etwas zu essen, man muss nur fragen.“