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Abriss ist für den Standort Ansembourgalle das einzig Sinnvolle

07.10.2011 | 17:51 Uhr
Abriss ist für den Standort Ansembourgalle das einzig Sinnvolle
Velberts Bürgermeister Stefan Freitag. Bild: Detlev Kreimeier

Neviges.„Von den Vorschlägen der Verwaltung dürfte eigentlich niemand überrascht sein“, findet deren oberster Chef, Bürgermeister Stefan Freitag. Und damit meint er natürlich das schrittweise Aus für die Hardenbergschule und den Standortwechsel der Sonnenschule.

Man müsse an dem Gebäude Ansembourgallee dringend tätig werden, und dafür sei eine Verlagerung „zumindest zeitweise zwingend erforderlich“, sagt Holger Richter. Nach Abgleich aller Kosten favorisiere der Verwaltungsvorstand eine endgültige Verlagerung „in das letztlich eindeutig bessere Gebäude“ in der Goethestraße. Der Fachdezernent verspricht, alle Beteiligten von Anfang an einzubeziehen, damit die Betroffenen auch mitgestalten könnten. Nach Einschätzung von Andreas Sauerwein ist für den Standort Ansembourgallee – das „mit Abstand schlechteste Gebäude“ aller 15 städtischen Grundschulen – „bautechnisch der Abriss das einzig Sinnvolle“. Nach Auskunft des Fachmannes vom Immobilienservice gibt es vor allem massive Probleme in puncto Brandschutz, sei die Schule bereits in den 50er Jahren beim Bau nicht ordnungsgemäß konstruiert bzw. hergestellt worden. Wie da die Bauabnahme gelaufen ist, ist Sauerwein heute ein Rätsel. Der Bürgermeister hofft nun auf eine sachliche Diskussion beider Schulgemeinden.

Bügermeister Freitag offen für alternative Vorschläge

Grundsätzlich steht Stefan Freitag Ideen und alternativen Vorschlägen für eine Lösung beim Thema Hardenbergschule, das Richter zufolge allein dem demografischen Wandel geschuldet ist, offen gegenüber: „Ich warne allerdings davor, Vorreiter in Sachen Sekundarschule zu sein!“ Sein Plädoyer: Besser erst andere andernorts damit Erfahrungen sammeln lassen, statt mit Velberter Schülern herumzuexperimentieren. Eine Sekundarschule vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt vor Ort sei damit ja nicht ausgeschlossen.

Für ausgeschlossen hält man in der Rathaus-Führungsriege hingegen die Vorstellung, das erst 25 Jahre junge Gebäude nach dem Auslaufen der Hauptschule leer stehen zu lassen. „Wir wollen gute Gebäude mit sinnvollen Nutzungen füllen“, erklärt Ralph Güther, nennt beispielhaft „Ehrenamt, DRK, VHS oder Musikschule“. Der Kurs der Stadt sei eindeutig: Die Nutzung auf funktionsfähige Gebäude konzentrieren, hingegen alte und untaugliche aufgeben.

Mehr zum Thema: Jetzt kämpft dier Regenbogenschule

Klaus Kahle

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