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„Cannibal Diner“

Abgerissene Sambeck-Fabrik ist Kulisse für Horrorfilm

10.10.2012 | 17:32 Uhr

Langenberg/Essen.   Vor zwei Jahren begannen in der inzwischen abgerissenen Sambeck-Fabrik die Dreharbeiten zum Film „Cannibal Diner“ des Essener Regisseurs und Dokumentarfilmers Frank W. Montag. In der nächsten Woche ist Kinostart für den Horrorfilm. In Langenberg kann man ihn schon an diesem Samstag sehen.

Keine Frage – sie sind der heimliche Star dieses Films: die düsteren Fabrikhallen der ehemaligen Färberei an der Sambeck. Vor beinahe einem Jahr abgerissen, feiern die Hallen nun eine Wiederauferstehung, zumindest cineastisch: Als schaurig-schöne Location von „Cannibal Diner“, einem Horrorfilm des Essener Regisseurs und Dokumentarfilmers Frank W. Montag. Und obwohl der eigentlich erst am Donnerstag kommender Woche seinen bundesweiten Kinostart erlebt, ist er in Langenberg schon in dieser Woche zu sehen: am Samstag, 13. Oktober, ab 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) in der Gaststätte Alt-Langenberg, Hellerstraße 13. Eintritt: sechs Euro.

Aus Kurzfilm wurde Kinofilm

„Wir haben uns sofort in diesen Drehort verliebt“, gesteht Montag. Vor zwei Jahren begannen er und seine Crew mit den Dreharbeiten auf der alten Industriebrache. Dreharbeiten, aus denen eigentlich ein Kurzfilm entstehen sollte. Aber es kam anders: „Wir waren so begeistert von der Location, dass wir uns entschlossen, einen richtigen Kinofilm zu drehen“, berichtet der Essener, dessen „Mondaymovies International“ neben Imagefilmen für Starbucks Coffee und BMW Mini mit „Slasher“ schon 2007 einen Horrorfilm produzierte.

Mit einem Budget von 125 000 Euro entstand so in zweijähriger Arbeit statt eines 15-minütigen Kurzfilms der 75-minütige Kinofilm „Cannibal Diner“. Koproduziert von Mario von Czapiewski, der auch das Drehbuch schrieb, und fotografiert von Marcel Kuhlmann. Ein blutrünstiger Streifen, von der Produktion nicht ohne Stolz so beworben: „Eine blutige Horrorvision, wie man sie sonst nur aus Hollywood kennt.“

Horror in Langenberg

Um den Fans des Genres „Cannibal Diner“ schmackhaft zu machen, legte Montag vor allem Wert auf eine hochkarätige Besetzung. Wobei der Essener in dieser Hinsicht nicht auf große Namen vertraute, sondern sich gemeinsam mit Autor von Czapiewski vor allem auf den eigenen Riecher verließ. „Wir inserierten über Internet-Plattformen und organisierten anschließend zwei große Castings“, erzählt Montag. Und obwohl dabei durchaus auch „alte Schauspiel-Hasen“ vertreten gewesen seien, habe man sich schließlich für „junge und unverbrauchte Gesichter“ entschieden – wie das von Alexandra Lesch, die allerdings auch schon in TV-Serien wie „Cobra 11“, „Unter uns“ oder „Alles was zählt“ mitwirkte; oder Christiana Rohder, die vor anderen Kameras bereits Erfahrungen sammelte, als sie Deutschland 2010 als Miss Universe Germany bei der Miss Universe-Wahl in Las Vegas vertrat.

Bekannt vorkommen könnte manchem Langenberger aber auch ein anderes Gesicht: das von Mike Zick. Spielt der Langenberger, der auch heute noch an der Hauptstraße wohnt, doch den Kannibalen Nr.1 in dem cineastischen Horror-Trip, der seine Zuschauer übrigens auch in die Wälder rund um den Berger Hof in der angrenzenden Elfringhauser Schweiz entführt.

Harald Wiegand



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