Herminghaus-Villa : „Ein Selbstläufer“

Velbert. Die Bürgerinitiative Herminghausvilla, die sich den Erhalt des gleichnamigen Hauses am Rande des Forumsplatzes auf die Fahnen geschrieben hat (WAZ berichtete), hat offenbar die erste Hürde auf dem Weg zu einem Bürgerbegehren erfolgreich genommen.
Gestern teilten die drei Vertretungsberechtigten Dr. Esther Krönke (Bündnis 90/Die Grünen), Rüdiger Voth (Bergischer Geschichtsverein) und Klaus Oberhem (Bürgerverein Rützkausen) mit, in dreieinhalb Wochen bereits rund 6300 Stimmen gesammelt zu haben – 4029 Unterstützerstimmen wären innerhalb von sechs Wochen notwendig gewesen. „Die Initiative ist quasi zum Selbstläufer geworden“, frohlockte Oberhem, der auf eine erhebliche Resonanz der Aktion innerhalb vieler Velberter Bürgervereine hinwies. „Seit die SPD bei ihrem Neujahrsempfang eine Kehrtwende für den Erhalt der Herminghausvilla vollzogen hat, gibt es eigentlich keine Vorbehalte gegen unsere Initiative mehr“, berichtete die Ratsfraktionschefin. Das Interesse der Bürger sei übrigens in allen drei Stadtteilen spürbar, sagte Krönke. „Bei manchen Themen gibt es also doch ein gesamtstädtisches Interesse“, meinte sie.
Der Bergische Geschichtsverein bedankte sich bei den Grünen für ihren Einsatz: „Ohne die Rückendeckung durch die Politik hätten wir dieses Projekt nicht stemmen können“, sagte Rüdiger Voth. Bis zum Wochenende besteht nun noch die Möglichkeit, sich in die Listen der Initiative einzutragen; am Donnerstag auf dem Wochenmarkt in Neviges, am Freitag auf dem Forumsplatz und am Berg sowie am Samstag auf dem markt in Langenberg. Nach dem Zeitplan soll für Anfang März eine Sondersitzung des Stadtrates beantragt werden, der sich mit dem Bürgerbegehren beschäftigt. Die Vertretungsberechtigten hoffen, dass die Politik dann die Konsequenzen aus dem Bürgerbegehren zieht. Wenn nicht, wird ein Bürgerentscheid fällig. Den möchte die Bürgerinitiative möglichst am Tag der Landtagswahl durchführen – dann jedoch wären 13 431 Unterschriften nötig.





