550 Velberter Grundschüler geraten unter die Räuber

Weit über 500 Grundschulkinder aus dem gesamten Velberter Stadtgebiet versammelten sich im Theatersaal des Forum Niederberg, um den 8. Jeki-Tag zu erleben.
Weit über 500 Grundschulkinder aus dem gesamten Velberter Stadtgebiet versammelten sich im Theatersaal des Forum Niederberg, um den 8. Jeki-Tag zu erleben.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum achten Mal bewiesen Grundschüler aus Velbert beim Jeki-Tag, dass gemeinsames Musiziereneine Menge Spaß machen kann – und manche Eltern waren mächtig stolz.

Velbert..  Wenn Kinder Musikinstrumente erlernen und dabei Fortschritte machen, könnte man sie zum Vortrag auf die Bühne bitten. Das wäre die etwas steife Variante von dem, was weit über 500 Velberter Grundschüler, die im Rahmen des Projektes Jeki Musikunterricht nehmen, am Freitagvormittag im Theatersaal des Forum Niederberg veranstalteten. Die meisten saßen im roten Jeki-T-Shirt auf den Plätzen und warteten gespannt auf das Programm. „Mein Niko ist so stolz auf sein T-Shirt, das musste ich ihm schon vor einer Woche bereitlegen“, sagte eine Mutter, die vor dem Forum auf das Ende der Veranstaltung wartete.

Drin im Saal herrschte schon seit Beginn eine Bombenstimmung. Auf der Bühne ein Räuberwald, einige Lehrer der Musik- und Kunstschule in Hotzenplotz-Outfit an ihren Instrumenten. Lehrer Nils mit Lederhose und Saxophon übernahm die Moderation, motivierte seine Kumpane, für das abendliche große Räuberfest ein schönes Stück einzustudieren – die Filmmelodie von Starwars. Mit mäßigem Erfolg – „so wird das nichts“, winkte er ab. Die Lehrerband benötigt, das war jedem im Theatersaal klar, dringend kompetente Verstärkung.

Tiger-Song der Singklassen

Und die kam im Laufe des Jeki-Vormittags auch: Eine Gruppe Klarinette spielender Grundschüler, ein paar Trompeten, Saxophone und Posaunen aus der Klasse Ruffing mit einer wohlklingenden Fanfare.

In schöner Reihenfolge gesellten sich dann noch drei überzeugend spielende Keyboarder hinzu, eine Reihe gemächlich schreitende Blockflötenspieler. Jeder Gruppe hielt Nils das Mikrophon unter die Nase, fragte nach den Instrumenten – und verpflichtete sie für das anstehende Platzkonzert im Räuberwald. „Ihr bleibt hier und werdet mit uns spielen“, triumphierte der Lederhosenträger, und die übrigen Räuber nickten zufrieden über so viel gelungene Anheuerei.

Einen beschwingten Rahmen für diese musikalische Leistungsschau boten die Mitglieder der Lehrerband, auch die Schullehrerinnen im Zuschauerraum hatten ihren Spaß. Ein Streicherensemble schloss sich noch an, ein Auftritt der Singklassen mit dem Tiger-Song überzeugte, und so richtig schmissig geriet ein mexikanischer Tanz in seiner Ausführung durch ein Blockflöten-Gamben-Kontrabass-Orchester.

Zum Schluss gab es ein „All-together-now“, der angekündigte gemeinsame Auftritt, der zum Triumphzug geriet.

„Ein Instrument in der Schule zusammen mit Mitschülern zu erlernen gefällt meinem Niko viel besser als klassischer Einzelunterricht“, sagt die Mutter, als sie ihren Bub wieder in Empfang nimmt.