500 Jugendliche feiern „Firmday“ in Neviges

Beim „Firmday“ im Mariendom konnten die Jugendlichen mit Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp ins Gespräch kommen.
Beim „Firmday“ im Mariendom konnten die Jugendlichen mit Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp ins Gespräch kommen.
Foto: Kreisdekanat Mettmann
Was wir bereits wissen
Der Mariendom zu Neviges erlebt am Wochenende eine ebenso intensive wie beeindruckende Auseinandersetzung mit Glaubensfragen.

Neviges..  Über fünfhundert Jugendliche aus dem Kreis Mettmann haben sich am Samstag auf den Weg zum Mariendom gemacht. Die katholische Jugendagentur hat sie zum „Firmday“ eingeladen, da sie alle im Mai oder Juni gefirmt werden und im Zuge ihrer Vorbereitung einen besonderen Tag erleben sollen. An vier Stationen auf dem Gelände können sich die Jugendlichen intensiver mit Glaubensfragen auseinandersetzen. Zudem haben sie die Möglichkeit, mit Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp, der sie firmen wird, in Kontakt zu treten.

Amtsträgern auf den Zahn gefühlt

Für die Firmlinge aus Neviges, Erkrath, Unterbach und Monheim ist die Gesprächsrunde mit dem Weihbischof der Auftakt des Nachmittags. Gemeinsam mit den anderen Jugendlichen fühlen Michelle und Ina (beide 16) dem katholischen Amtsträger auf den Zahn. Dabei muss sich der Weihbischof auch kritischen Fragen stellen, zum Beispiel, ob er alles gut findet, was die katholische Kirche in die Bibel hineininterpretiert.

„Es ist toll, mit welcher Ernsthaftigkeit die Jugendlichen bei der Sache sind“, findet Schwaderlapp. Auch Ina ist mit dem Gespräch zufrieden: „Zu erfahren, wie der Weihbischof denkt, ist interessant. Das hat mich zum Nachdenken angeregt.“

Weiter geht es im Franziskanerkloster. Durch den Kreuzgang werden die Firmlinge in die Pfarrkirche Maria Königin des Friedens geführt. Dort haben die Jugendlichen Gelegenheit, den Brüdern Jakobus und Dietmar Fragen über das Klosterleben zu stellen. Ein Firmling möchte wissen, ob sie die neusten Nachrichten verfolgen würden und von Klopps Rücktritt erfahren hätten. Die Brüder antworten, dass sie sich sehr für Sport interessieren und immer auf dem aktuellen Stand seien. „Es ist gut zu wissen, dass die Brüder auch Fernsehen gucken“, meint Michelle in der Pause. Daran merke man, dass sie ein ganz normales Leben führen.

Imbiss und Kurzfilm

Nach einem kleinen Imbiss auf dem sonnigen Domvorplatz geht es für die Gruppe weiter zur Vorstellung des Kurzfilms „Am seidenen Faden“. Der Film soll den Jugendlichen einen Anstoß geben, über ihr Vertrauen zu Gott nachzudenken. Die vierte und letzte Station ist die Domführung. Daran anschließend hält Weihbischof Schwaderlapp die heilige Messe, in der er die Firmlinge ermutigt, ihre Glaubensfragen zu stellen und nachzubohren, bis sie Antworten erhalten haben. Auf Facebook beantworte er ihre Anliegen gern persönlich.

Michelle und Ina, die das soziale Netzwerk nur passiv verwenden, werden dieses Angebot eher nicht nutzen. Dennoch nehmen sie viel aus dem Aktionstag mit, zum Beispiel, „dass Gott überall sein und helfen kann“. Bis zur Firmung im Mai haben sie zudem neuen Diskussionsstoff mit auf den Weg bekommen, der in der Firmgruppe besprochen werden muss.