17 Jungen und Mädchen aus Velbert machen beim Wettbewerb mit

Die Veranstaltungsreihe „Schülerpodium" gibt es das ganze Jahr über an der Musik- und Kunstschule an der Kaiserstraße. Hier begleitet – in der Aula ganz hoch oben unterm Dach – Leiter Frank Eerenstein am Flügel den erst zehnjährigen Gabriel Scheer (Violine).
Die Veranstaltungsreihe „Schülerpodium" gibt es das ganze Jahr über an der Musik- und Kunstschule an der Kaiserstraße. Hier begleitet – in der Aula ganz hoch oben unterm Dach – Leiter Frank Eerenstein am Flügel den erst zehnjährigen Gabriel Scheer (Violine).
Foto: H.-W. RIECK
Was wir bereits wissen
Auch das Vorspielen will gelernt sein: Das Schülerpodium vor Publikum ist für die Teilnehmer des Regionalwettbewerbs eine Art Generalprobe für Hiden.

Romy Wollmann (11) sitzt – sehr aufmerksam und hochkonzentriert – am Flügel und spielt Beethovens Mondscheinsonate. Derweil füllt sich sachte die Aula der Musik- und Kunstschule, trudeln die Zuhörer ein. In wenigen Minuten beginnt an der Kaiserstraße das „Schülerpodium“. Das gibt’s das ganze Jahr über, steht in der Tradition der Hauskonzerte und ist ergänzend bzw. aufbauend zum Klassen- sowie Fachbereichsvorspiel. Zudem ist das Podium „eine gute Plattform zum Üben des Auftritts“, findet (nicht nur) Schulleiter Frank Eerenstein. Und an diesem Abend ist es für einige der 17 Schüler und Schülerinnen, die jetzt bei „Jugend musiziert“ an den Start gehen, auch eine Art Generalprobe.

145 junge Musiker aus dem Kreis Mettmann treffen sich Freitag und Samstag, 29./30. Januar, zum Regionalwettbewerb in der Hildener Musikschule im „Alten Helmholtz“, Gerresheimer Straße 20. Freitag beginnt das Wettbewerbsgeschehen um 14 Uhr; tags darauf geht’s ab 9 Uhr weiter. Das komplette Programm nebst Startzeiten aller Teilnehmer ist auf www.jugend-musiziert.org abrufbar. Alle Wertungsspiele sind öffentlich; Zuhörer sind also sehr willkommen.

Angesichts des T-Shirts von Gabriel Scheer – bedruckt mit E-Gitarre, Drums, Saxophon, Keyboard und Noten – würde man wohl nicht sofort auf Violine tippen. Aber genau die lernt und spielt der Zehnjährige. In Hilden trägt er – dann in einem schönen Hemd, wie er auf Nachfrage versichert – Kompositionen von Telemann, Conte und Hummel vor; Eerenstein übernimmt die Klavierbegleitung. Gabriel macht schon zum zweiten Mal beim Wettbewerb mit, „damit ich lerne vorzuspielen“. Jazz hört er auch gerne: „Hauptsache Musik!“

„Ich möchte schon schnell weiterkommen“, sagt Elena Feige (Violine) und fügt hinzu: „Ich hab’ ja ein gewisses Talent, sagen viele.“ Sie tritt mit ihrem Klaviertrio – zu ihm zählen Clarise Diehl (Cello) und vor allem Pierre Chami, der „unbedingt Klavier spielen wollte“ und deshalb in der Früherziehung angefangen hat – in Remscheid an. Sonst hätte in Hilden eine Extra-Jury gebildet werden müssen. Der Ex-Musikschullehrer Alois Kott hat eigens für sie komponiert.

„Es ist beachtlich, was die alle leisten“, lobt Lehrerin Kerstin von Bargen und berichtet von teils drei bis vier Proben pro Woche. Die Eltern seien ein wichtiger Motor, um zum Durchhalten zu motivieren, ergänzt Eerenstein. „Mit denen steht und fällt alles. Erfolge stellen sich ja nicht nach 14 Tagen ein.“