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16,7 Kilo wiegt der Siegerkürbis

26.09.2012 | 23:00 Uhr
16,7 Kilo wiegt der Siegerkürbis
Siegerkürbis-Präsentation an der Max- und Moritz-Grundschule in Velbert-Langenberg mit Bernd Tondorf, Daniela Dattenberg, Thomas Hendele und Mechthild Köhncke (v.l.)Foto: KREIMEIER, Detlev

Langenberg.   Kompost ist nicht gleich Mist. Aus dem Abfallprodukt kann wieder Gutes wachsen und ist gar essbar. Kürbiskuchen überzeugte kleine Gärtner

Kürbiskuchen, Kürbismarmelade, Kürbis-Mango-Creme. Mit Kürbisspezialitäten von der Kreisverwaltung Mettmann feierte gestern die Garten-AG der städtischen Grundschule Max und Moritz ihren Sieg.

Landrat Thomas Hendele war persönlich da, um sich bei den jungen Gärtnern für deren Teilnahme zu bedanken. Mit dem Wettbewerb „Vom Kompost zum Kürbis“ lobt der Kreis alle zwei Jahre den Sieger mit dem größten Kürbis aus. Mit 16,7 Kilogramm sei ein wahres Prachtexemplar gezüchtet worden.

Im April startete die Abfallberatung des Kreises im Rahmen der regionalen Agenda 21 den Wettbewerb. Ziel war es, Kinder unmittelbar erfahren zu lassen, wie aus Küchen- und Gartenabfällen Kompost wird, mit dessen Hilfe sich Gartenpflanzen hervorragend entwickeln können. Somit soll schon in jungen Jahren das Interesse für die ökologisch sinnvolle Verwertung von Bioabfall geweckt werden. Dieses Jahr beteiligten sich 3000 Kinder aus 80 Kindergärten und Grundschulen an dem Wettbewerb. Auch die Garten-AG der Nierenhofer Grundschule hatte Kürbissamen ausgesät und die Entwicklung vom keimenden Pflänzchen bis zur Kürbisfrucht verfolgt.

Ein halbes Jahr Arbeit

Tarik war sogar schon zum zweiten Mal bei der Aktion dabei. „Es war richtig gut. Wir arbeiten ja als Team,“ erzählt der Neunjährige. „Überall war Gras, das musste abgetragen werden. Dann mit Steinen eingegrenzt. Erst mussten wir ein tiefes Loch graben.“ Die steinige Erde im Schulgarten musste aufgewertet werden, „in das Loch kam bessere Erde rein“. Tom kommt dazu und erzählt von dem Hochbeet, das sie angelegt haben. Dabei kaut der Zehnjährige noch auf dem Kuchen, der „richtig lecker“ ist. „Wir haben das Hochbeet selber gebaut, Äste, Blätter und Mutterboden reingefüllt. Daneben dann Wasserreserven angelegt.“ Tarik läuft los und zählt die Kürbisse, die insgesamt geerntet wurden: acht Stück. „Manche Pflanzen sind mit Ranken mindestens fünfeinhalb Meter lang“, berichtet der Schüler.

Zum Abschluss der Aktion des Kreises lautete dann die spannende Frage: Wer hat den dicksten Kürbis? Mit 16,7 Kilo wuchs dieser in Nierenhof. Stolz präsentierten die Kinder gestern mit ihrer Lehrerin und Leiterin der Garten-AG Mechthild Köhnke die Ernte.

Einen Preis gab es außerdem: Hundert Euro vom Kreis Mettmann wanderten in die Kasse der AG, und für die Stadt Velbert überreichte der stellvertretende Bürgermeister Bernd Tondorf einen Beitrag. Harald Schlenger (Prokurist der Kompostierungsgesellschaft KDM) hatte ebenfalls ein Geschenk als Anerkennung für die kleinen Gärtner.

Editha Roetger



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