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Spatenstisch für Porsche-Zentrum

Zuffenhausen, Recklinghausen

26.06.2012 | 20:02 Uhr
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Zuffenhausen, Recklinghausen

Recklinghausen. Die Spaten für den obligatorischen Stich in die Erde zum Zeichen des Baubeginns standen fein aufgereiht nebeneinander. Aber es war nicht nur dieses Bild, das auf dem Areal des künftige Porsche-Zentrums im Gewerbepark Ortloh Vielversprechendes verhieß.

Zwei andere Bilder drückten markant aus, wie es in neun Monaten dort einmal aussehen wird, wo jetzt nur mehr Wiese und ein Stück planierte Erde zu sehen sind: das Poster des schmucken Nutzbauwerks aus Stahl und Glas, das die Hülpert-Gruppe aus Dortmund mit einer Investitionssumme von 5,6 Millionen Euro als Ersatz für seinen jetzigen Standort an der Rheinstraße in Süd errichten lässt; und die schicken Boliden aus Zuffenhausen, die in beträchtlicher Anzahl abseits des Baugrundes standen und jenen Glanz verbreiteten, den auch der Neubau verheißt.

Einen „Eyecatcher“, einen Blickfang, nannte Bürgermeister Wolfgang Pantförder den Neubau in seiner Begrüßungsrede. Ein Gebäude, das wie das Bleiben von Porsche am Ort sich überhaupt Image-fördernd auf die Stadt auswirken wird. Im Wettbewerb mit umliegenden Städten sei das ebenso wichtig wie etwa gute Bildungsangebote. Tags zuvor hatte der Rat noch die letzte Hürde für die prestigeträchtige Porsche-Ansiedlung aus dem Weg geräumt, als er die Umwandlung des ursprünglich als Industriefläche ausgewiesenen Areals in eine Gewerbefläche absegnete.

„Wir sind glücklich, einen so attraktiven Standort gefunden zu haben“, sagte Hülpert-Geschäftsführer Michael Sprenger. Porsche-Gesandter und Vertriebsexperte Oliver Engbrocks sprach von einer Investition, die Beweis sei für das Vertrauen in die Marke und in den Standort Recklinghausen. Ausschlaggebend für die Neuansiedlung auf einer 10 000 Quadratmeter großen Fläche sei, so Niederlassungsleiter Frank Girra, das stetige Wachstum der Nachfrage nach neuen und gebrauchten Porsche-Fahrzeugen, die vollständige Auslastung der Werkstatt am jetzigen Standort und die Erweiterung der Modellpalette in nächster Zeit.

Ende April, Anfang Mai 2013 will die Hülpert-Gruppe ihren schmucken Neubau vis-a-vis zum Möbelhaus Ostermann und in unmittelbarer Nähe zur Autobahnanschlussstelle Recklinghausen-Ost beziehen. Errichtet wird er von der Firma Habau aus dem niederrheinischen Heinsberg, die nach Auskunft von Geschäftsführer Jörg Schiffer bereits ein Dutzend Porsche-Niederlassungen gebaut hat; zuletzt in Aschaffenburg und Soest. Deren Kennzeichen, die vom Autohersteller als Corporate Identity vorgegeben sind: die silberne Fassade, viel Stahl und Glas; eben eine dynamische Anmutung.

25 000 Kubikmeter Erdemüssen angefahren werden

Noch in dieser Woche soll mit den umfangreichen Erdarbeiten begonnen werden. Dazu muss die gesamte Fläche um 2,5 Meter angehoben werden. 640 Lastwagen werden daher insgesamt 25 000 Kubikmeter Erde ankarren. Während das neue Porsche-Zentrum im hinteren Teil unmittelbar an der Kreuzung von Schmalkalder Straße und Röllinghäuser Straße entsteht, werden im vorderen Bereich in direkter Nachbarschaft zu dem Lkw- und Aufliegervermieter Pema außerdem noch eine Aral-Tankstelle und ein McDonalds-Schnellrestaurant entstehen.

Mit 30 Beschäftigten will die Hülpert-Gruppe 2013 an der Schmalkalder Straße starten, an der Rheinstraße gibt es 22 Arbeitsplätze. Weiteres Wachstum, so Niederlassungsleiter Girra, sei nicht ausgeschlossen.

Die Hülpert-Gruppe ist seit 2010 in Recklinghausen, wo das Porsche-Zentrum wieder eröffnet wurde, das zuvor die Firma Enning betrieben hatte. Die Unternehmensgruppe hatte 2011 einen Umsatz von 247 Millionen Euro.

Andreas Rorowski

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