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Großbrand

Einfamilienhaus zerstört.

29.07.2012 | 17:57 Uhr
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Im Stadtteil Lippramsdorf brannte Sonntagmorgen dieses Haus in der Kolkstraße. Die Feuerwehr beziffert den Saachschaden mit 200- bis 300 000 Euro. Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ FotoPool

Haltern am See.   Drei Menschen verletzt und ein Sachschaden jenseits der 200 000 Euro. Dies ist die Bilanz des Brandes in Lippramsdorf.

Drei Menschen mussten mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Ein Einfamilienhaus wurde bei einem Großbrand in Lippramsdorf nahezu völlig zerstört. Dabei hatten die Bewohner noch Glück im Unglück.

Das Feuer, das gestern morgen gegen 7.30 Uhr in der Kolkstraße ausbrach, überraschte die Großeltern und ihren Enkel, der zu Besuch war, im Schlaf. Ein Rauchmelder alarmierte die Bewohner. Die Großmutter wurde von Meldersignal geweckt. Sie hörte dazu noch andere Geräusche in ihrem Haus. Sie wusste sofort: Nichts wie raus hier!

Eigene Löschversuche

Das Enkelkind wurde aus dem Schlafzimmer geholt. Der Großvater versuchte noch zu retten, was zu retten ist. Seine Löschversuche verliefen jedoch ergebnislos. Feuer und Rauch breiteten sich immer weiter aus. Auch er musste das Haus verlassen.

Währenddessen trafen die ersten Feuerwehrleute der Lippramsdorfer Wehr ein, doch da stand das Haus schon in Flammen. Aus den unteren Fenstern im Erdgeschoss drangen dichte Rauchschwaden. Dahinter loderte weithin sichtbar der Feuerschein. Es knisterte und knackte. „Für uns war da nichts mehr zu machen. Wir konnten da nicht mehr rein. Der Rauch war viel zu dicht“, sagte gestern ein Sprecher der Feuerwehr.

Die Rettungskräfte hatte aber auch so alle Hände voll zu tu, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Doch das Feuer fraß sich durch die Holzdecke weiter nach oben. Dachpfannen zerbarsten mit lauten Knall. Die Flammen schlugen immer wieder aus dem Dachstuhl. Erst nach gut zwei Stunden lichtete sich der Rauch.

Doch in der Gluthitze entwickelten sich weitere tückische Brandnester, die sich nach und nach entzündeten. Bis gegen 13 Uhr wurde in dem dem Gebäude noch gelöscht. Und auch noch im Anschluss hatten Feuerwehrleute ein wachsames Auge auf die Unglücksstelle.

Schaden über 200 000 Euro

Die Höhe des Sachschadens steht zwar noch nicht genau fest. Er dürfte aber weit über 200 000 Euro liegen. Das Einfamilienhaus war zwar nicht bis auf die Grundmauern, aber ansonsten im Inneren völlig ausgebrannt. Das Feuer hat das Einfamilienhaus zu einer Brandruine gemacht.

Nach Angaben des Brandsachverständigen der Polizei werde Fremdverschulden wohl ausgeschlossen. Man geht zunächst von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Am heutigen Montag will sich der Sachverständige der Polizei in dem ausgebrannten Haus genauer umschauen, das nicht mehr bewohnbar ist.

Für die Feuerwehr ist der gestrige Brand einmal mehr ein Beispiel dafür, wie wichtig Rauchmelder sind. In NRW gibt es noch keine Pflicht. Aber das wird sich ändern.

Das Gesetz soll am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Die Pflicht gilt dann für Neubauten und mit einer Übergangsfrist müssen auch ältere Häuser nachgerüstet werden.

Dieter Decker



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