Wir schließen kaum jemanden aus
06.10.2009 | 17:52 Uhr 2009-10-06T17:52:00+0200Marl. Herr Wenzel, Sie führen als Stadtverbandsvorsitzender für die SPD die Koalitionsverhandlungen. . .
Peter Wenzel: . . . Koalitionsverhandlungen gibt es nicht auf lokaler Ebene. Was wir zu erreichen versuchen, ist ein starkes Bündnis für eine konstruktive Zusammenarbeit. Und es sollte mehr sein als eine Ein-Stimmen-Mehrheit.
Ist das gleichzusetzen mit dem so genannten „Bündnis für Vernunft”?
Nein, das ist eine völlig falsche Bezeichnung. Auf diese Weise würden andere Parteien ausgegrenzt, sie würden als unvernünftig dastehen. Das ist ja nicht der Fall.
Soweit die Begriffsklärung. Wie stehen die Gespräche?
Ich habe bis Montag Gespräche mit zwei Fraktionen geführt, Namen nenne ich nicht, ein weiteres schließt sich jetzt an. Damit sind wir aber nicht am Ende angelangt. Wir werden noch zwei weitere Gesprächsrunden haben.
Gehört dazu vielleicht auch die CDU?
Nein, dazu nicht. Aber es stimmt, wir wünschen uns in den nächsten Tagen auch ein Treffen mit der Union. Wir schließen kaum jemanden aus.
Das heißt aber auch, dass sie es tun. Wen denn?
Kein Kommentar.
Gibt es ein Ergebnis?
Nein, noch nicht. Das werden wir erst in der zweiten Herbstferienwoche mitteilen.
Aber eine Einschätzung. . .
Meine Eindrücke sind sehr gut. Solange ich bei der SPD mitmache, habe ich so etwas noch nicht erlebt. In den entscheidenden Fragen zeichnet sich eine große Konsensfähigkeit zwischen der SPD und anderen Parteien ab.
Interview: Friedhelm Pothoff
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