Warnstreik trifft Knappschaftskrankenhaus
18.07.2008 | 17:07 Uhr 2008-07-18T17:07:00+0200Recklinghausen. Deutliche Lohneinbußen will die Knappschaft bei den 440 Mitarbeitern ihrer Tochtergesellschaft DSL durchsetzen. Verdi ruft die Mitarbeiter des Knappschaftskrankenhauses am Montag zum Warnstreik auf.
Die DSL-Beschäftigten, die für vier Knappschaftskrankenhäuser im Revier den Reinigungs-, Küchen- und Wäschereibereich betreuen, sollen künftig bis zu 20 Prozent weniger Gehalt bekommen.
Um gegen die Pläne der Knappschaft zu protestieren, hat Verdi für kommenden Montag zu einem Warnstreik aufgerufen, der die Tarifverhandlungen in Bochum begleiten soll.
In den Knappschaftskrankenhäusern Bochum, Bottrop, Dortmund und Recklinghausen könne es deswegen zu Engpässen bei der Essenszubereitung kommen, vermutete Verdi-Sprecher Bernd Tenbensel.
„Die Knappschaft bietet den Mitarbeitern im Reinigungsbereich künftig 1238 Euro brutto an, das wären 283 Euro weniger als der gekündigte DSL-Tarifvertrag vorsah”, erläuterte Tenbensel. Davon lasse sich angesichts der rasanten Preisentwicklung nicht leben. Für die übrigen Beschäftigten der Knappschaftskrankenhäuser hatte Verdi Einkommensverbesserungen in Höhe von acht Prozent erstritten.
Von der Klinikleitung in Recklinghausen war am Freitag keine Stellungnahme zu den möglichen Auswirkungen des Warnstreiks zu bekommen.
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