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Wanderer trotzen dem widrigen Wetter

03.10.2012 | 18:56 Uhr
Wanderer trotzen dem widrigen Wetter
Am Mittwoch starteten am Lippspieker in Haltern Wanderfreunde aus der Region beim 37. Volkswandertag. Die vom Stadtsportverband bestens organisierte Veranstaltung hatte das Motto - Erlebnistag Wandern. Gut gelaunt unterwegs: Die Wanderer vom Post-SV Buer.Foto: Lutz von Staegmann

Haltern am See. Gestern Mittag, Punkt zwölf, waren 617 Wanderer auf der Strecke. „Damit haben wir die Schallmauer durchbrochen“, resümierte Heinrich Schriewer (73), Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV), bevor er dem „Notruf“ des Streckenpostens am „Seehof“ folgte und sich mit zwei großen Kannen Kaffee und Tee auf den Weg machte. Es läuft rund beim Volkswandertag, dessen Ausrichter der SSV ist. Dem Team sei Dank.

Heinrich Schriewer (73), Helmut Bußmann (82), Babsy Deckers (50) – altgediente Organisatoren, oder wie ein Wanderer sagt „Die üblichen Verdächtigen“ und von Anfang an dabei. Genauer: seit 24 Jahren. Nicht zu vergessen Anni Frentrop (81), die einfach nur die Erbsensuppe genießt.

Das größte Breitensportereignis in der Seestadt zieht seit den bescheidenen Anfängen als städtischer Wandertag vor knapp 30 Jahren immer mehr Freizeitsportler in den Bann. Gestern kommen Teilnehmer aus Haltern am See, aus den Nachbarstädten und aus dem Ruhrgebiet. Das Organisationsteam schleppt Tische und Bänke, ordert Essen und Getränke, schildert Wegstrecken aus, kocht Kaffee, gibt Laufkarten für die 6-, 12 und 16-Km-Strecken aus. Summa summarum für über 600 Wanderer aller Altersklassen. Ihre Motivation? „Als aktiver Sportler habe ich früher gesehen, wie schäbig das ist, wenn es im Funktionärsteam nicht stimmt“, sagt Schriewer. Für Helmut Bußmann, Ehrenvorsitzender ist es „d i e Veranstaltung im Kreis“. Babsy Deckers, „Mädchen für alles und im nächsten Jahr definitiv zum letzten Mal dabei“, verweist auf das Geld, das der Wandertag für den Jugendsport einspielt. Immerhin: 71% der Kinder und Jugendlichen in Haltern sind in einem Sportverein.

Für Jan Rockahr (21) und Regina Klauke (52), seit drei bzw. sieben Jahren im Organisationsteam, ist es einfach nur „selbstverständlich, sich im Verein zu organisieren“.

Irene Stock

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