Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
27.01.2009 | 16:39 Uhr 2009-01-27T16:39:00+0100Herten. Freunde der Symmetrie hatten ihn ohnehin schon vermisst: den zweiten Stützpfeiler auf der Halde Hoheward, der das defekte Horizont-Observatorium seit Montag zusätzlich absichert.
Mehr, sagte RVR-Sprecherin Barbara Klask (46), sei es aber auch nicht: „Nur eine zusätzliche Absicherung.” Aufgebaut worden ist das Gerüst laut Regionalverband Ruhr, weil auf dem ungeschützten Haldengipfel zeitweilig sehr starke Winde auftreten und die angeschlagene Konstruktion erheblichen Belastungen ausgesetzt sei.
Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste!
Seit gut drei Wochen ist die Landmarke im Landschaftspark Emscherbruch – wie berichtet – wegen eines Risses an einer Schweißnaht im Äquatorialbogen für die Öffentlichkeit gesperrt. Bis Anfang April, berichtete Klask, werde das voraussichtlich auch noch so bleiben. „Die Monatsfrist, von der wir anfangs mal gesprochen haben, ist leider zu kurz gegriffen.”
In den nächsten Tagen wird erst einmal ein externer Gutachter von der Uni Wuppertal fünf Proben an verschiedenen Schweißnähten des 112 Tonnen schweren Bogens nehmen, um sie zu analysieren und mit der bereits entnommenen Probe aus dem Riss zu vergleichen.
„Wenn die Ursache für den Schaden dann geklärt sein sollte, hoffen wir, möglichst schnell mit den Reparaturarbeiten beginnen zu können”, sagte RVR-Pressesprecherin Barbara Klask.
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