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Vom Marl-Film lernen

22.06.2012 | 19:32 Uhr
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Vom Marl-Film lernen
DVD Übergabe am Freitag, 22.06.2012 in Marl. Dr. Markus Rüter (l) und Stefan Rüter (r) übergeben Rektor Ludger Quante und Konrektorin Birgit Lange 50 DVD's des Films Marl-Versuch einer Stadt. Die DVD's werden auch an andere Marler Schulen weitergegeben..Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ FotoPool

Marl. Diese Bilder wird Stefan Rüter (33) nie mehr vergessen: wie der heute 82-jährige Regisseur Peter Lilienthal die Aufbruchstimmung in Marl im Jahre 1964 in einem Film festgehalten hat: „Marl – Versuch einer Stadt“. Ein Film aus Lilienthals beruflichen Anfangsjahren, in dem er viele Antworten gibt darauf, warum Marl so ist, wie es ist. Und genau das sollen bald auch alle Schüler der Stadt wissen.

Denn Stefan Rüter, sein Bruder Markus (30) und ihre Mitstreiter vom Initiativkreis, Dr. Ulrich Spies und Dr. Jan Sage , die Anfang März im Theater Marl mit einer öffentlichen Vorführung des Marl-Films 800 Zuschauer ins Theater lockten, haben beschlossen: Eine jede Schule der Stadt erhält Lilienthals „filmische Liebeserklärung“ — auf DVD. Als Geschenk.

So ist es beschlossen, und so wird es gerade umgesetzt: Am Freitag nahmen Ludger Quante, Schulleiter der Ernst-Immel-Realschule, und Birgit Lange, die Konrektorin, aus den Händen von Stefan und Markus Rüter die ersten zwei DVD-Spenden entgegen; die Brüder hatten die Einrichtung in Hüls einst selbst als Schüler besucht und deshalb Wert auf eine persönliche Übergabe gelegt. Die übrigen Schulen erhalten ihre DVDs über das städtische Schulverwaltungsamt.

Dass ihre Spende einen Beitrag dazu leistet, gerade auch unter den jungen Marlern Peter Lilienthal Werk „als filmisches Dokument zur Stadtgeschichte zu verbreiten“, hoffen die Rüters. Denn: „Mit dieser beeindruckenden Momentaufnahme aus den 1960er Jahren lassen sich die Ursachen und Beweggründe für wichtige städtebauliche Entwicklungen in Marl transparent und anschaulich nachvollziehen“, so Dr. Markus Rüter. Und Stefan Rüter ergänzt: Lilienthals Werk, das Bürgermeister Werner Arndt bei der Vorführung im Theater eine „filmische Liebeserklärung“ nannte, verdeutliche, dass „gerade hier in Marl viele Visionen und Utopien der damals wachsenden Industriestadt Wirklichkeit wurden“.

Eine Wirklichkeit, die spannenden Stoff bietet – beispielsweise für den Geschichtsunterricht? Nun: Pädagoge Ludger Quante jedenfalls zeigte sich sehr erfreut über die „kleine, aber feine Spende“. „Die Entwicklung Marls zu einer modernen Stadt“, so der Leiter der Ernst-Immel-Realschule, „ist hoch interessant und ein spannendes Thema auch für unsere Schüler.“

Frag nach bei Stefan Rüter: Manche Bilder vergisst man nie.

Sabine Kruse

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