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Raubüberfall

Unbekannter schießt auf Busfahrer in Recklinghausen

14.10.2012 | 13:13 Uhr
Unbekannter schießt auf Busfahrer in Recklinghausen
Der Fahrer des Nachtexpresses war bereits mit dem Bus auf dem Weg ins Depot, als ihn der Unbekannte überfiel.Foto: Frank Vinken/WAZ FotoPool

Vest.   Ein 26 Jahre alter Busfahrer ist in der Nacht zu Sonntag in Recklinghausen von einem Unbekannten angeschossen und verletzt worden. Der Täter hatte sich offenbar im Nachtexpress versteckt und überfiel den Fahrer, als dieser nach Betriebsschluss um 4.15 Uhr auf dem Weg ins Busdepot war.

Großeinsatz der Polizei am frühen Sonntag in Recklinghausen: Bei einem Raubüberfall wurde gegen 4.15 Uhr auf dem Bruchweg nahe der Innenstadt ein 26-jähriger Busfahrer angeschossen. Lebensgefahr besteht laut Polizeiangaben nicht, gleichwohl musste der Mann notärztlich versorgt und mit einer Schussverletzung am linken Unterarm ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die direkt eingeleitete Großfahndung, bei der die Polizei auch einen Hubschrauber einsetzte, verlief bislang ergebnislos.

Der Castrop-Rauxeler, der im Auftrag der Vestischen und für die Recklinghäuser Firma „Reisedienst Wessels“ den Nachtexpress 4 steuerte, der grob zwischen Mitternacht und 4 Uhr zwischen Recklinghausen, Oer-Erkenschwick und Datteln pendelt, hatte, so seine Annahme, die letzten Fahrgäste abgesetzt und war nach Betriebsschluss mit dem Bus bereits auf dem Weg ins Depot, das die Firma Wessels in Recklinghausen „Am Stadion“ unterhält. Völlig unerwartet bemerkte der Fahrer auf dem Bruchweg aber, dass sich doch noch jemand im Fahrzeug befand.

Einnahmen erbeutet, trotzdem geschossen

Ein unbekannter Mann, der sich anscheinend zwischen den Sitzbänken versteckt hatte, zwang den Castrop-Rauxeler mit gezogener Pistole, den Bus zu stoppen und die Einnahmen auszuhändigen.

Trotzdem seine Anweisungen wohl genauestens befolgt wurden, feuerte der Täter beim Verlassen durch die hintere Tür zweimal auf den Busfahrer – und traf ihn einmal im linken Unterarm.

Keine Spur vom Täter - trotz Suche per Hubschrauber

Trotz der Verletzung konnte der 26-Jährige einen Notruf absetzen, der um 4.18 Uhr bei der Leitstelle der Vestischen und der Polizei auflief. „Wir haben direkt eine Bereichsfahndung eingeleitet, konnten den Täter aber trotz eines eingesetzten Hubschraubers noch nicht ermitteln“, so Dieter Papenfuß von der Leitstelle der Polizei.

Fest steht bislang, dass der Schütze vom Bruchweg aus in die dunkle Nacht flüchtete und bei dem Überfall eine nicht weiter bezeichnete Kleinkaliberpistole benutzte.

Schuss hätte auch tödlich enden können

„In meiner langen Zeit bei der Firma haben ich so etwas noch nicht erlebt“, zeigte sich auch Norbert Konegen, Sprecher der Vestischen, am Morgen betroffen, war gleichwohl aber auch ein Stück weit erleichtert. Denn der Schuss aus der Kleinkaliberpistole hätte auch tödlich enden können.

Der Täter war nach Angaben des überfallenen Busfahrers etwa 1,80m groß mit kurzen, rotblonden Haaren. Der Mann trug eine auffallend dreckige und kaputte Jeans und trotz der recht kühlen Morgenstunden lediglich einen roten Pullover Hinweise: 02361 55-0.

Norbert Ahmann



Kommentare
18.10.2012
07:59
Unbekannter schießt auf Busfahrer in Recklinghausen
von fromhongkong | #3

Ich bin echt geschockt von dem Vorfall und wuensche dem Opfer schnelle Genesung. Zum Glueck haben wir gute Chirurgen die das wieder hinbekommen. Es wuerde mich mal interessieren in welches Spital der Busfahrer noch in der Nacht eingeliefert wurde.

16.10.2012
13:37
Unbekannter schießt auf Busfahrer in Recklinghausen
von dutsche | #2

Sind wir alle in diesem Land noch sicher?

14.10.2012
16:13
Unbekannter schießt auf Busfahrer in Recklinghausen
von zool | #1

Und wieder ein niedriglöhner, der sich mit gewalttätigen Verbrechern rumärgern muss und somit auch noch seine Gesundheit oder gar sein Leben riskiert.
So wie Tankstellenpersonal, Taxifahrer, Busfahrer...
Die meisten von denen können von einem Nachtschichtlohn jenseits der 10€-Grenze nur träumen.
Die Vestische war mal ein vorbildlicher Arbeitgeber. Heute leihen sie sich lieber billige Arbeitskräfte aus umliegenden Unternehmen, wie in diesem Fall Wessels oder umliegender Taxiunternehmen. Dann tuts auch nicht ganz so weh, wenn mal auf einen Fahrer geschossen wird, man leiht sich einfach einen anderen.

1 Antwort
Könnte es sein,
von cui.bono | #1-1

dass Ihr Kommentar völlig am Thema vorbeigeht?

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