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Umsatzeinbuße durch gesperrte Bahnübergänge

18.05.2012 | 18:03 Uhr
Umsatzeinbuße durch gesperrte Bahnübergänge
Das Halterner Ausflugslokal Stadtmühle, zu den Mühlen, hat mit der Baustelle an der Bahntrasse Essen - Münster im Bereich Haltern zu kämpfen. Die Bahnübergänge sind gesperrt und so ist es für die Gäste sehr schwierig, das Lokal am Halterner Stausee zu erreichen. Foto: Lutz von Staegmann

Haltern am See.  Vorübergehende Öffnung der Bahnübergänge verschoben.

Schwere Zeiten für die Gastronomen in der Stadtmühlenbucht: Weil vor ihrer Haustüre seit Wochen eine Baustelle der Deutschen Bahn ist (die WAZ berichtete) und die Bahnübergänge „Zu den Mühlen“ und „Strandallee“ geschlossen sind, bleiben die Gäste aus. Jan Sternfeld, Betreiber des Tanzlokals „Stadtmühle“, klagt über massive Umsatzeinbußen „von 50 Prozent“.

Die Bahn hatte versprochen, die beiden Übergänge vorübergehend wieder zu öffnen (2013 sollen sie komplett geschlossen werden), nachdem die Brückenelemente eingeschoben wurden. Und zwar am 12. Mai um 18 Uhr. Das hatte Sternfeld seinen Gästen frühzeitig mitgeteilt. Doch nichts passierte. Die Bahn verschob die Öffnung um eine Woche – auf den 19. Mai. „Darüber wurden wir, die Betreiber der Gastronomie, nicht mal informiert“, so der Gastronom. „Nun stehen die Gäste vor verschlossenen Übergängen und fahren wieder nach Hause.“

Die meisten Gäste, die am Sonntagnachmittag den Tanztee oder abends die Diskothek besuchen, sind ortsfremd. Sie kommen aus dem Münsterland, dem Osnabrücker Raum, dem Ruhrgebiet und dem Nachbarland Holland. Das Navi führt sie bis vor die Bahnschranke, aber nicht über die Umleitung am Bahnübergang der inzwischen abgerissenen Gaststätte Lensing oder die Blumenstraße. Sternfeld hat an die Stadt geschrieben und sich beschwert. Die bittet „um Verständnis und auch um Entschuldigung“. Für die Baustelle selbst sei die Bahn, nicht die Stadt zuständig. Von der Deutschen Bahn gab es auf WAZ-Anfrage „wegen des Brückentages und der Erreichbarkeit der Kollegen vor Ort“ keine Antwort.

Die Stadtverwaltung Haltern am See schaltete sich nun auch ein. Entsprechend einer überarbeiteten Planung der bauausführenden Firma Felmeden sollte der Bahnübergang „Zu den Mühlen“ bis einschließlich 25. Mai gesperrt bleiben. Die Sperrung kann nach Anfrage des Ordnungsamtes um drei Tage gekürzt werden. Der Bahnübergang „Zu den Mühlen“ bleibt damit bis Dienstag, 22. Mai, geschlossen. Während dieser Zeit kann der Bahnübergang „Im Mühlbachtal“ überquert werden.

Nachdem der Bauabschnitt 1 zum Projekt „Der See schlägt Wellen“ weitestgehend fertiggestellt worden ist, wird ab Montag, 21. Mai, mit der Herstellung von Bauabschnitt 2 begonnen. Aus diesem Grund wird die Hullerner Straße zwischen Sixtusstraße und Unterführung ab kommendem Montag bis zum Ende des Jahres gesperrt. Lediglich die Anwohner dürfen dann noch die Straße befahren und Parkraum nutzen.

Irene Stock

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