UBP-Frau hilft neuer Partei „Die Freiheit“
26.09.2011 | 23:50 Uhr 2011-09-26T23:50:00+0200Recklinghausen.Die Gerüchte über die politische Ausrichtung der Unabhängigen Bürgerpartei UBP deutlich rechts von der Mitte haben neue Nahrung erhalten. Auf Anfrage der WAZ bestätigte die stellvertretende Kreis-Vorsitzende, Kreistagsabgeordnete und Recklinghäuser Ratsfrau Claudia Ludwig Kontakte zur Partei „Die Freiheit“, die das frühere CDU-Mitglied Rene Stadtkewitz gegründet hat und die unlängst bei den Berliner Senatswahlen 0,96 Prozent der Stimmen erzielte.
Mit der neuen Partei, die sich auch in NRW gründen will, „gibt es die Absprache, dass wir uns unter Umständen nach vielen Gesprächen vorstellen können, irgendeine Kooperation einzugehen“, so Ludwig. „Das bedeutet aber nicht Aufgabe der UBP.“ Den anonym geäußerten Vorwurf eines Informanten, Ludwig arbeite als Koordinatorin der neuen Partei, weist die UBP-Frau weit von sich.
Sie räumt allerdings ein: „Ich habe einige Koordinationstreffen besucht. Berlin hat mich gebeten, das zu tun und da mal ein Auge drauf zu werfen.“ Die Verbindung zur Partei „Die Freiheit“ sei über Rene Stadtkewitz erfolgt, den sie über die Bürgerrechtsbewegung „Pax Europa“ kennengelernt habe. Stadtkewitz trat Anfang 2009 aus der CDU aus und wurde später aus der CDU-Senatsfraktion ausgeschlossen, weil er den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders eingeladen und auf Geheiß nicht wieder ausgeladen hatte.
Dass die neue Partei ihr politische Spektrum weit rechts von der Mitte hat, weist Claudia Ludwig zurück. Und als Konkurrenz für ihre eigene Partei will sie den designierten politischen Partner nicht verstehen. „Wir sind im Kreis gut vertreten, haben uns gerade in Gelsenkirchen gegründet und wollen das auch in Bottrop tun.“ Aber im Hinblick auf Landtagswahlen könne die UBP wohl nicht mehr als etwa 15 Wahlkreise abdecken. In NRW gibt es 128 Wahlkreise, die offenbar ganz oder zum Teil von anderen Parteien mit gleicher Ausrichtung abgedeckt werden sollen.
07:05
Ich finde es gut, wenn dieses heikle Thema weiter in der Diskussion bleibt und von einer demokratischen Partei in ihr Programm aufgtenommen wird. Auch wenn Politik und die Medien auf die Partei eindreschen werden. In Berlin ist die Partei ja gescheitert, was aber wohl vor allem daran liegt, dass sie bisher kaum jemand kennt. Das könnte sich ja zukünftig ändern.
19:56
rechts von der Mitte
Na und, Herr Rorowski. Was haben Sie gegen diesen politischen Standort? Ist er verboten? Ist er nicht erlaubt? Ist er kriminell? Ist er nazistisch? Ist er neonazistisch? Ist er hitleristisch? Ist er rassistisch? Ist er volksverhetzend? Ist er Pfui? Ist er außerhalb der Gesellschaft? Ist er extrem? Ist er extremistisch?
Oder braucht nicht jeder politische Adler auch einen rechten Flügel, will er nicht abstürzen?