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Ruhrfestspiele

Tullux total

28.04.2009 | 20:58 Uhr

Recklinghausen. Der Countdown läuft. Noch zwei Tage und der Vorhang hebt sich für die 63. Ruhrfestspiele. An vielen Stellen wird zurzeit noch gearbeitet. Die WAZ besucht diese Orte. Was passiert eigentlich . . . am 1. Mai auf dem Grünen Hügel?

Jede Menge, und das draußen und umsonst. Wohin man in diesen Krisenzeiten auch blickt: Überall wird gekürzt, gestrichen oder verteuert. Überall? Nicht beim Recklinghäuser Kulturspektakel. Die Eröffnung der Ruhrfestspiele wird sogar um eine satte Stunde verlängert. Eine Stunde mehr, um sich von Clowns, Kabarettisten, Rockern, Jazzern und Sinfonikern bespaßen zu lassen. Eine Stunde mehr, um an 30 Ständen kulinarische Köstlichkeiten von der Bratwurst bis zum Bratapfel zu genießen. Eine Stunde mehr, um noch eine der Restkarten für die diesjährigen Ruhrfestspiele zu ergattern. Das alles ist möglich, weil Festivalchef Frank Hoffmann bereits um 12.15 Uhr direkt vor dem Festspielhaus den Startschuss in die 63. Festspiele geben wird.

Und dann rollt es ab, das kulturelle Nonstop-Programm, über die unterschiedlichsten Bühnen. Über die große Musikbühne auf der Wiese am Tennisplatz zum Beispiel. Gleich drei lokale Bands stehen hier in den Startlöchern für ihren großen Auftritt. Die vierköpfige Jugendband „Kixs”, die Recklinghäuser Formation „Reefer Madness” und die Reviertruppe „Turtle Beach”. Am Abend macht Saxofonist Wolf Codera alles möglich mit seiner „Mission Possible”.

Wer's lieber klassisch mag, bitte: Im Kleinen Theater musizieren die Neue Philharmonie, das Jugendsinfonieorchester und die Mini-Sinfoniker.

Im Theaterzelt servieren 15 Gelsenkirchener Spaßmacher „Tullux aus der Konserve”. Und Lioba Albus verspricht: „Die Welt ist ne Sackgasse - Ich helf sie da raus!” Fußballweltmeisterin Nia Künzer ist Talkgast auf der Bühne des Kindererlebnislandes „Kinder stark machen”. Ebenfalls für Kinder und Jugendliche und ganz neu: der Trike Race-Parcours auf der Wiese an der Dorstener Straße (Fahrschein 50 Cent).

Für die Kultur draußen gilt: alles umsonst. Die Vorstellungen im Kleinen Theater kosten zwei Euro, die im Theaterzelt einen.

Elisabeth Höving



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