Thomas Godoj gewinnt neue Fans
31.08.2009 | 06:46 Uhr 2009-08-31T06:46:00+0200
Waltrop. Über 15 000 Besucher kamen zur großen Parkfestbühne in Waltrop, um Thomas Godoj spielen zu hören. Neuer Besucherrekord beim Waltroper Parkfest 2009.
Das Waltroper Parkfest ist eine Bank. Und wenn der Recklinghäuser Shootingstar Thomas Godoj dort spielt dann ist Stimmung garantiert. Über 15 000 Besucher kamen allein am Abend als Thomas Godoj die Bühne betritt. Das ist Parkfest-Rekord.
Viele seiner Fans waren von weit her gekommen. Einige hatten sich schon morgens um 8 Uhr die besten Plätze direkt vor der Bühne gesichert. Wichen keinen Meter von ihren Plätzen. Campierten bis 21.15 Uhr, als Godoj die Bühne betrat. Nahtlos sang er zwei Lieder. Erst dann wendet sich Thomas Godoj seinem Publikum zu. Er fordert Hände und kriegt sie prompt. Das Eis war gebrochen. Es stellte sich schnell heraus, dass sich der 30-Jährige Musiker längst von den DSDS-Zwängen befreit hat und sein eigenes Ding macht. Und das gut. Der musikalische Spannungsbogen stimmte und steigerte sich zum Ende. Als er gegen Ende seinen Hit „Helden gesucht“ sang, hatte er mit dem Konzert beim Waltroper Parkfest viele neue Fans dazu gewonnen, das er mit seiner Version des Beatles-Hit „Let it be“ nach gut zwei Stunden beendete.
20:37
Hi nova!
Ich merke, ich muss mir Thomas mal im anderen Kontext anschauen. MIr hats nicht ganz so zugesagt - aber ich habe zum Beispiel auch die Entwicklung weg von DSDS noch nicht mitbekommen. Es ist natürlich krass, wenn man sich zwischen den alten und den (möglichen) neuen Fans einordnen muss. Ich glaube, musikalisch hätte da eine klarerer Schnitt gut tun können. (aber wer will schon seine Fanbase kappen?) Ich finde, er wirkt musikalisch noch nicht wirklich angekommen, aber wie ich oben schrieb (was mir sogar noch vorgeworfen wurde...): Potential ist ja erkennbar.
Danke übrigens für den Tip mit dem Didge! Werde mal meine Suchmaschine anwerfen...
15:20
Hi Carsten, ich finde die Mischung beim Parkfest auch klasse. Natürlich ist es schade, wenn die kleineren, kreativen Gruppen nicht so viel Medienpräsenz kriegen wie der Act mit den höchsten Zuschauerzahlen. Eine gewisse Verbitterung darüber kann ich gut nachvollziehen.
Ich habs ja oben schon mal geschrieben, dass ich das Konzert klasse fand und auch keine Probleme mit den Leuten um mich rum hatte. Privat höre ich z.B. meistens Musik, die nicht dem Mainstream entstammt, aber was Thomas angeht, hab ich einen echten Hau. ;-) Sein Didgespieler ist wirklich super, und er hat auch eine eigene Gruppe, die Analogue Birds, falls Dich das interessiert.
Ich versuche immer, Musiker nicht nach Mainstream und Indie einzuteilen, sondern danach, wie sie Musik machen und zusammenwirken. Bei der Band von Thomas gefällt mir die enge Beziehung der Musiker untereinander und das völlige Fehlen von Starallüren. Und der Mut, was Neues auszuprobieren wie das Didge z.B. Er sitzt ein bisschen zwischen den Stühlen, und viele Fans reagieren vielleicht über, weil immer und immer wieder nur auf seiner Vergangenheit als DSDS-Teilnehmer rumgeritten wird. Dabei hat er schon öfters gezeigt, dass er sich mit seinen eigenen Vorstellung durchsetzen kann. Dass er an manchen Stellen am Samstag etwas nervös gewirkt hat, hängt vielleicht auch damit zusammen, dass er jetzt mit dem zweiten Album eben nicht Mainstream produzieren will, sondern was ganz Eigenes.
Will Dich nicht vollschwallen, aber prinzipiell, denke ich, sehen wir die Sache ähnlich. Nur, dass ich die Musik und das Auftreten von Thomas und seiner Band super finde. ;-)
07:36
Habe mir gerade die Diskussion noch mal durchgelesen.
Es geht im Laufe der Diskussion um Thomas Godoj ein wenig unter, was mich eigentlich bewogen hat, hier überhaupt etwas zum Artikel zu schreiben.
Das Parkfest ist immer eine Mischung aus Masse und Klasse. Durch dieses Konzept haben wir einerseits Künstler in Waltrop, die eine Menge Besucher anziehen, andererseits aber auch viele Künstler, die eben nicht den Massengeschmack bedienen. Das ist für mich das Besondere am Parkfest und hebt es einerseits von anderen Festen wie dem Kanalfest ab, andererseits aber auch von Festivals, die meist eine Zielgruppe bedienen.
An der Berichterstattung insbesondere in der WAZ störte mich, dass hier vor allem auf die Masse, also nur auf den Künstler, der besonders viele Menschen angezogen hat, Bezug genommen wurde.
Natürlich ist das auch beachtenswert und toll, dass einer aus unserer Region so viele Menschen aus ganz Deutschland hierher lockt.
Nur ist das eben nur *ein* Aspekt des Parkfestes - und ich finde es schade (und das war der Ausgangspunkt meiner Kritik) - dass es hier so wirkte, als wäre *nur* dieser viele-Leute-Aspekt erwähnenswert. Und genau das finde ich eben nicht. Nur mit Godoj und Konsorten wäre das Parkfest eben nicht das Parkfest sondern schlichtweg ein handelsübliches Konzert.
Ich für meinen Teil hoffe, dass die Veranstalter weiterhin vor allem auf die besonderen Acts achten - und lieber mal auf einen großen verzichten, als die Rahmenbedingungen zu ändern, um noch mehr Publikum zu bedienen.
Sonst haben wir es hier irgendwann wie bei der RheinKultur, bei Bochum Total ... alles voll, aber nichts mehr dahinter...
(Ich merke, ich schweife wieder ab,..)
02:08
Diese WAZ-Artikel sind aber auch reichlich übertrieben.
oh leute,jetzt mal im ernst.....*lach also wir reißen uns verdammt den arsch auf damit das fest kein reinfall wird. alle haben mehr als 14 std pro tag, oft ohne pause gearbeitet und wir werden auch nicht erwähnt.is doch was für den knall roten sack immer nur rum zumecken! im allgemeinen war es doch in runde sache wo, für jedem was dabei war.also ich freue mich auch das nächste jahr..und bedenkt was andere leisten für euch....damit ihr spass habt...........lieben gruß von hot dog stand!*zwinker
21:06
Ich finde die Aussage der WAZ auch etwas übertrieben. Vorab: ich war bei diesem Konzert nicht dabei. Aber in den letzten Jahren habe ich unzählige Konzerte von unzähligen Künstlern erlebt. Manche haben mich begeistert - andere total enttäuscht. Aaaaber: man wird doch nicht gleich zum Fan nur weil man bei einem tollen Event mittanzt oder mitrockt. Man geht nach Hause und sagt: War Klasse und gut ist es. Ich bin von niemandem Fan und gedenke auch das nicht zu werden. Man kauft eine CD, wenn sie einem gefällt - und muss doch auch da nicht zwangsläufig gleich ein Fan sein. Wenn ich gleich zum Fan abgestempelt werde, dürfte ich bei allen künftigen Konzerten (von wem auch immer) nur noch stocksteif in der Ecke stehen - oder am besten gar nicht hingehen. Weniger ist manchmal mehr ;-)
20:45
Was ich übrigens bei dem Konzert wirklich wirklich cool fand, war das Didgeridoo-Intermezzo. Da hätte ich mir auch komplett ein Konzert von gönnen können.
20:20
Hier sollte es doch wirklich nur um das Konzert gehen. Und das war klasse. Respekt dafür. Schade, dass hier Nebnsächlichkeiten diskutiert wurden.
19:24
Oooooch schade, Carsten... ICH fand dieses Hin und Her sehr kurzweilig ;-)
19:22
Also ich war auch da und mich und auch die Leute die um mich herumstanden hat er nicht vom Hocker gerissen.Und 15.000 Leute ware nicht nur wegen Thomas dort .Sein Gesang war teilweise nicht zu hören so laut war die Musik gut das wir ganz hinten standen also bei mir war nach dem 3.lied Sendepause.da wollte ich nur noch weg.
18:00
--> Im Zusammenhang haben sich dann bei mir einzelne Puzzlestücke zu einem Bild zusammengefügt, welches ich für einigermaßen nachweisbar hielt. Vielleicht habe ich die falschen Puzzlestücke genommen...
Um noch kurz auf die Kritik von Mila, ich hielte ja wohl meine Meinung für ausschlaggebend bezug zu nehmen: Sooo wichtig nehme ich mich nicht, wie das rübergekommen ist.
Aaaaber: In einigen Punkte (Menge Besucher z.B.) kann ich mir schon ein Bild machen - man muss doch nur mal frühere Feste mit diesem vergleichen: wenn man z.B. sieht, wie voll der Platz jetzt und auf früheren Konzerten war und dann mal die Besucherzahlen vergleicht (wobei mir gerade aufgefallen ist, dass WAZ da schon immer zu höheren Besucherzahlen tendiert hat als die Waltroper Zeitung - ich glaube ich habe die 10.000 laut Waltroper von letztem Jahr mit den 15.000 laut WAZ von diesem Jahr verglichen - WAZ hat aber im letzten Jahr auch schon 15.000 geschätzt - dann passt es wieder)
So, und jetzt muss ich wirklich aufhören, mich in diesem Thema zu verbeißen, das nimmt auch von meiner Seite schon skurile Formen an.