Städte haben das Nachsehen
15.02.2010 | 16:13 Uhr 2010-02-15T16:13:00+0100
Landesstraßenbehörde reklamiert alle Streusalzlieferungen zunächst einmal für sich. Autobahnen haben Priorität
Herten/Haltern am See. Städte schauen in den kommenden Tagen in die Röhre, denn georderte Streusalzlieferungen werden vorerst nicht in der Kommune ankommen.
Der Grund: Die Landesbehörde Straßen NRW hat Zulieferer angewiesen, vordringlich ihre Lager zu füllen. Die Städte gehen leer aus. „Wir haben Autobahnen zu räumen. Das sind Verkehrsadern, die Hunderttausende nutzen. Das hat Priorität”, sagte gestern der Sprecher der Behörde, Bernhard Meier. Städte würden außerdem nicht so viel mit Salz arbeiten. Zur Zeit streuten die Winterdienste auf den Autobahnen täglich mehr Salz, als sie angeliefert bekommen. 250 000 Tonnen bislang insgesamt. Ende offen.
Dies wiederum bringt die Städte zusehends in die Bredouille. Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel freute sich letzte Woche noch über eine Lieferung Salz, doch die ist bereits nahezu aufgebraucht. 25 Tonnen lagern aktuell noch im städtischen Betriebhof, die dringend benötigten und bestellten weiteren 75 Tonnen lassen auf sich warten. Pressesprecher Georg Bockey: „Wenn es, wie die Prognase sagt, am Mittwoch Tauwetter gibt und es danach wieder gefriert, ist unser Vorrat aufgebraucht.”
Ähnlich sieht es auch in Herten aus. 20 Tonnen sind noch auf Lager, 20 sind bestellt. Allerdings im Ausland. „Von einheimischen Zulieferern ist aktuell nichts zu bekommen. Alles Salz geht an Straßen NRW”, hieß es. CD
19:12
Was regt Ihr Euch so auf. In Bayern werden auch nur die wichtigsten Hauptverkehrsstraßen gestreut, und es wird nicht so übertrieben wie in NRW.