Stadt hilft Karstadt
14.04.2010 | 14:26 Uhr 2010-04-14T14:26:00+0200
Recklinghausen.Für die endgültige Rettung von Karstadt braucht es noch einiges mehr, aber die Stadt will ihren Teil dazu beitragen, um das Warenhaus am Altstadtmarkt zu erhalten: Sie verzichtet vorerst auf die Gewerbesteuer.
Wie Stadtkämmerer Christoph Tesche der WAZ erläuterte, ist diese Maßnahme in Recklinghausen, wie an allen 120 Karstadt-Standorten, Teil des vom Insolvenzverwalter erarbeiteten Rettungspakets. „Nach geltender Rechtslage ist der Steuererlass unter ganz klar beschriebenen Voraussetzungen möglich. Diese Bedingungen sind hier gegeben“, sagte Tesche. Alle betroffenen Städte seien in die Verhandlungen um Auswege aus der Karstadt-Insolvenz einbezogen worden und hätten sich auf diesen Schritt verständigt.
Für Recklinghausen muss die Hilfsmaßnahme vom Rat abgesegnet werden. Weil dieser erst im Juni wieder zusammentritt, kommt es möglicherweise vorher zu einer Dringlichkeitsentscheidung. Christoph Tesche zweifelt nicht an der Zustimmung der Politiker: „Es geht ja immerhin um rund 200 Arbeitsplätze und um den Erhalt eines für die Stadt und die Region wichtigen Einzelhandelsangebotes.“ Außerdem solle Karstadt nicht generell von der Gewerbesteuerpflicht entbunden werden, sondern nur für Verpflichtungen, die sich aus eventuellen Sanierungsgewinnen ergeben könnten. In den auf 30 Millionen Euro geschätzten Steuereinnahmen für 2010 sei Karstadt gar nicht enthalten.
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