Stadt Datteln will Gebühren auf Friedhöfen erhöhen
14.04.2010 | 21:20 Uhr 2010-04-14T21:20:00+0200
Datteln.Die neue Friedhofssatzung und neue Gebührensatzungen werden auf der Ratssitzung im Mai beschlossen. Bürgermeister Wolfgang Werner teilte dem Hauptausschuss am Mittwoch mit, dass die Kirchen sich gemeldet hätten, die Satzungen vor der Verabschiedung einsehen zu wollen.
Falls es Änderungswünsche geben sollte, werden die im Rat noch diskutiert. So sieht die geänderte Satzung als neue Bestattungsformen die Beisetzung von Urnen im Kolumbarium und von Asche im Baumgrab sowie von Verstorbenen im Gemeinschaftsgrab vor.
Die Gebührenabrechnung von 2008 ergab für die städtischen Friedhöfe eine Unterdeckung von fast 78 000 Euro. Mit der neuen Gebührensatzung soll dieses Defizit verringert werden. Lediglich bei den Wahlgräbern reduziert sich die Gebühr bei einer Komplettbeerdigung um drei Prozent auf 2573 Euro. Das Reihengrab kostet künftig rund 21 Prozent mehr und schlägt mit 1647 Euro zu Buche. Die Beisetzung in der Erde unter einer Steinplatte kostet demnächst 2232 Euro und steigt damit um 43 Prozent. Auch die Beisetzung der Urne unter einer Steinplatte wird um 35 Prozent teurer und mit 1090 Euro in Rechnung gestellt.
Wer die Urne eines Verstorbenen in einer Urnenwandkammer im Kolumbarium einstellen will, zahlt den höchsten Preis: 2965 Euro verlangt die Stadt demnächst dafür. Für die Beisetzung der Asche im Baumgrab stehen 1479 Euro Gebühr an. Und die Beisetzung eines Verstorbenen in einem Gemeinschaftsgrab, bei dem die Stadt die Dauerpflege übernimmt, wird mit 1448 Euro berechnet.
Die neuen Tarife gelten für Beerdigungen an Werktagen. Wer den Wunsch hat, die Bestattung an einem Samstag durchzuführen, muss mit einem Aufschlag von 50 Prozent kalkulieren, an Sonn- und Feiertagen verdoppeln sich die Gebühren.
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