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„Sichere Räume für Kinder“

01.03.2011 | 17:49 Uhr
„Sichere Räume für Kinder“
Das Marler Kindernetzwerk Marlekin startete am Dienstag das Aktionsprogramm „Sichere Räume für Kinder“. Bürgermeister Werner Arndt brachte mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und von der Sparkasse die ersten Aufkleber und Plakate im Eingangsbereich der Sparkasse an. Foto: Lutz von Staegmann

Marl.Der erste Aufkleber hängt in Kinder-Augenhöhe am Eingang der Sparkasse Vest an der Bergstraße in Hüls. Gestern wurde das Marler Programm „Sichere Räume für Kinder“ in die Tat umgesetzt. Clown „Marlekin“ gibt Zeichen: „Wir helfen dir“.

Übergriffe auf Kinder, hilflose Kinder – das war der Auslöser für Überlegungen im Kinder- und Jugendhilfeausschuss. Einer bundesweit professionell arbeitenden Einrichtung wollte man sich nicht anschließen, so kam das Marler Kinderschutz-Projekt zu Stande: Ein Kooperationsmodell als Ergänzung zu „Marlekin – Frühe Hilfen“ und ein weiterer Baustein des Präventions- und Handlungskonzeptes gegen Gewalt in Marl.

Bürgermeister Werner Arndt, Sparkassendirektor Detlef Specovius, der Vorsitzende des Kinder- und Jugendhilfeausschusses Jörg Terlinden und Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka sind mit dem Marler „Eigengewächs“ höchst zufrieden. Fast wäre das Projekt am Geld gescheitert, doch die Sparkasse schloss die Lücke.

Als nächstes sind Kindergärten, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen dran. Es gehe nicht um eine inflationäre Verteilung der Aufkleber, betont Uli Häring von der Evangelischen Stadtgemeinde. Alle Mitarbeiter sollen auch unterwiesen werden, wie sie mit den kleinen Hilfesuchern (drei bis zwölf Jahre) umgehen sollen. Für ältere wäre das bunte Symbol eher unpassend. 300 Aufkleber sind erst einmal gedruckt.

Die Initiative übernehmen als erste die Stadtteilbüros in Hüls-Süd, Marl-Mitte, in der Enke-Siedlung („Mittendrin“) und in Marl-Hamm (Ernst-Reuter-Haus) in Kooperation mit den Kindertagesstätten in den Stadtteilen. Zunächst geht es darum, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Ende März beginnen die Kindergärten, mit den Kindern die Schulwege zu „entdecken“, so Jugendamtsleiter Volker Mittmann. Insgesamt soll die Aktion dazu beitragen, „in der Öffentlichkeit ein Klima genereller Hilfsbereitschaft gegenüber Schwächeren zu schaffen und schon bei Kindern Zivilcourage zu fördern“, so Bürgermeister Arndt.

Gert Eiben

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