Science-Fair-Projekt am Petrinum weckt Erfindergeist
24.02.2010 | 16:25 Uhr 2010-02-24T16:25:00+0100
Recklinghausen. Wie kann man Gase sichtbar machen? Einen Müllsack-Zeppelin bauen? Die komplette siebte Jahrgangstufe des Gymnasium Petrinum hat über solche Fragen gegrübelt, wochenlang getüfelt, sich in kleine Teams zusammengeschlossen und die Projekte als Show präsentiert: bunt, laut, spannend.
WDR-Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar hätte seine helle Freude an der Wissbegier und den Darstellungsfähigkeiten der 88 jungen Teilnehmer: Biologie, Chemie, Physik und Mathematik bedeuten Aufregung und Abenteuer. Wissenschaft macht den Jungen und Mädchen sichtlich Spaß.
Wie in einem Bienenkorb summte es in der Aula des ältesten Gymnasiums. Drei komplette siebte Klassen, dazu Juroren (darunter Sechstklässler) und engagierte Lehrer, füllten den großen Saal. An blauen Stellwänden wurden die einzelnen Projekte beschrieben, präsentierten die Teams mit Hilfe von Powerpoint ihre Ideen auch multimedial. Ein Wettkampf der besten Ideen und gelungensten Ausführungen.
„Wir führen ,Science Fair' zum zweiten Mal durch. Im vergangenen Jahr kam das sehr gut an. Wir hatten auch jetzt wieder viel Spaß, obwohl es auch anstrengend ist”, erläutet Lehrer Andreas Gayda. Mit seinen Kollegen Klaus Porr, Sandra Heinemann und Maike Weßling betreut er das Science-Fair-Projekt. Gayda: „Die Idee stammt aus den USA. In Recklinghausen sind wir die einzige Schule, die es durchführt.”
In der siebten Klasse seien die Schüler noch jung - weil kindlich-neugierig und begeisterungsfähig - genug, so Andreas Gayda. „Anderseits sind sie alt genug und haben einiges gelernt, um diszipliniert zu arbeiten und ihre Ideen umzusetzen.” Das Arbeiten mit Power Point lernen Petriner beispielsweise schon in der sechsten Klasse.
Im Dezember starteten die Gruppen mit „Sciene Fair”. Alle Ideen, die jetzt in der Aula präsentiert wurden, stammen ausschließlich von den Schülerinnen und Schülern selbst. Außerhalb des Unterichts wurde daran gearbeitet.
Überall standen Süßigkeiten bereit, kleine Belohnungen, gestiftet vom Förderverein der Schule. Noch wichtiger und begehrter waren die Buchpreise, die es zu gewinnen gab. Denn „Science Fair” ist ein echter Wettbewerb, inklusive Durchhaltevermögen, Lampenfieber und Beifall.
Die Preisträger im Überblick: Klasse 7a: Sieger: Richard Adam, Christian Fabri und Paul Stahlhofen überzeugten mit ihrem DNA-Projekt. Sie sind zugleich Stufensieger 2010. 2. Sieger: Ronja Baumeister, Larissa Goldstein, Mara Meilert (Pizza nicht nur lecker, sondern interessant). 3. Sieger: Lorenz Bronder, Dominik Mierswa (Tod im Moor). Klasse 7b: Sieger: Grischa Overbeck, Jona Uhländer und Jan-Niklas Zoeller (Tor). 2. Sieger: Julia Albinski, Jacqueline Duda, Annika Laubinger und Farina Popp (Strichcode). 3. Sieger: Tamy Daum, Isabell Messerschmidt, Franziska Uphues (Blinde). Klasse 7c: Sieger: Carly Abbenhaus, Stella Klatt, Anna-Lena Löser (Reifung). 2. Sieger: Julia Eufinger, Karla Möllers, Nadine Wittwer (Blut). 3. Sieger: Tom Kliner, David Modrow, Moritz Wimmer (Müllsack-Zeppelin).
Der Publikumspreis 2010 geht an Klara Fuchs, Caroline Geck, Maria Elisabeth Vogelsang (Dominosteine), an Lukas Fischer, Niklas Orlowski, Lukas Röder, Sebastian Spleiter (Gase sichtbar machen) sowie an Karlotta Klein, Friederike Schumacher, Lilly Thorn, Theresa Weinrich (Marken sichtbar machen).
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