Schwarzer Block sorgt für Unruhe
08.03.2009 | 11:30 Uhr 2009-03-08T11:30:00+0100Haltern. Nazi-Krach, friedliche Antifa-Demo und grölende Vermummte halten Polizei in Atem.
Kaum eine ruhige Minute hatte die Polizei in Sachen linke und rechte Demonstranten an diesem Wochenende.
Erst gab's am Freitag das Konzertverbot der Gruppe „Kategorie C” in Haltern am See und in der Folge pöbelnde rechte Teilgruppen, die durch Marl und Recklinghausen zogen. Dann hatten am Samstag die Antifaschisten zur genehmigten Demo durch Haltern aufgerufen, und in der Recklinghäuser Einkaufszone skandierte zudem ein schwarzer Block lauthals Antifa-Parolen – allerdings ohne behördliche Genehmigung.
Für Aufregung sorgten in der Nacht zu Samstag einzelne rechte Teilgruppen, die in Marl und Recklinghausen unterwegs waren. Mehrfach hatten sich Anwohner über den Lärm beschwert und die Polizei gerufen. Vor Ort musste die Polizei aber unverrichteter Dinge wieder abziehen. Die Lage sei wohl falsch von den Anwohnern eingeschätzt worden. Zu weiteren Vorfällen kam es in dieser Nacht nicht.
Mit starken Einsatzkräften vor Ort war die Polizei auch bei der genehmigten Demo der Antifa am Samstag ab 14 Uhr in der Halterner Innenstadt. Unter dem Motto „Gegen die neuerliche Nazi-Gewalt und den Umgang seitens der Polizei, Justiz und Öffentlichkeit” demonstrierten rund 100 Teilnehmer. Anlass war vor allem die Nazi-Randale mit Übergriffen auf Jugendliche am vergangenen Wochenende. Nach dem Auftakt am Hauptbahnhof zogen die Demonstranten, immer von der Polizei begleitet, durch die Stadt und wieder zurück zum Bahnhof. Das gesamte Geschehen wertete die Polizei als friedlich und ruhig.
Einen erneuten Einsatz hatte die Polizei dann noch am Samstag in Recklinghausen. Gegen 16.30 Uhr formierte sich ein sogenannter schwarzer Block spontan und unangemeldet in der Innenstadt. Die rund 30 Leute aus der linken Szene, so die Polizei, waren ganz in schwarz gekleidet und hatten ihre dunklen Kapuzen über die Köpfe gezogen. Die Gruppe grölte antifaschistische Parolen und sorgte für Aufregung unter den Passanten.
Einsatzkräfte der Polizei begleiteten die Truppe zum Bahnhof. Rund eine Stunde dauerte die Aktion, dann „war der Spuk vorbei”, so ein Polizeisprecher. 13 Störer wurden festgehalten, die Personalien aufgenommen. In der Folge müssen diese Teilnehmer der nicht genehmigten Demonstration mit Strafanzeigen rechnen: Verdacht des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.
11:08
verfassungsfeindliche Parolen - wie schlmm! Erklärst du dich mit der politischen Entwicklung in Europa einverstanden?? Gott sei dank gibt es noch Menschen, die für ihre Rechte auf die Straße gehen. Gewalt hin oder her. [von Moderation entfernt]
12:37
Wer zu faul ist zum arbeiten, oder schlichtweg zu ungebildet, der kämpft halt gegen Rechts, als staatlich alimentierter Gesinnungspolizist, jürgenschulte.
08:14
..HABT IHR EiGENTLICH KEINE ANDEREN SORGEN? die meisten der demonstranten leben doch von hartz IV.... eure zukunft wird sicherlich interessant... in 10 jahren gibt es keinen sozialstaat mehr... ist nicht mehr zu bezahlen...
01:11
Wenn man schon wieder hört, dass sich in der Recklinghäuser City ein schwarzer Block formiert, weiß man doch direkt Bescheid!
Da freuen sich ein paar linke Krawallgruppen über den Aufmarsch der Rechten, da sie aus diesem ihre Daseinsberechtigung ableiten und endlich wieder mit ihren ebenfalls verfassungsfeindlichen Parolen durch die Stadt ziehen können. BAH!
23:21
Zitat von Schwan : Kaum ist der Nationale Widerstand mal nicht im Kreis schon wird die Antifa mutig.Und hat große Klappe.Das wird ein langes jahr!
was hat das mit mutig zutun eine demo abzuhalten ?
mal ganz davon abgesehen waren auch knapp die hälfte der Leute normale Bürger die sich gegen Rechts aussprechen, was meiner Meinung nach jeder tun sollte.
Die sponti in RE war natürlich unnötig wobei ich nicht glaube das diese mit den Antifas von der Halterner Demo zutun hatte.
19:17
Kaum ist der Nationale Widerstand mal nicht im Kreis schon wird die Antifa mutig.Und hat große Klappe.Das wird ein langes jahr!
13:12
Die Leute sollten, wie abgesprochen, unkenntlich gemacht werden, da es sonst zu massiven Bedrohungen kommen könnte.