Schüler-Filmpreis wird in Marl verliehen
05.11.2009 | 19:01 Uhr 2009-11-05T19:01:00+0100
Marl. "Tu was" heißt der Film des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, mit dem sich die Schule für einen Filmpreis bewirbt. Der Titel ist Programm und Aufforderung zugleich. Denn es geht um Zivilcourage. Vom 12. bis 19. November geht das Internationale Kinder- und Jugendfilmfestival in Marl über die Bühne.
Wer an Marl und Film denkt, dem fallen auf Anhieb die Regisseure Sönke Wortmann und Heinrich Breloer ein. Oder aber der Grimme-Preis, der jährlich vergeben wird. Und – dass es in der gesamten Stadt kein Kino gibt. Für gut 90.000 Einwohner nicht ein einziges Lichtspieltheater! Dennoch hat sich hier ein Festival etabliert, das deutschlandweit seinesgleichen sucht: Das Internationale Kinder- und Jugendfilmfest, das in diesem Jahr vom 13. bis 19. November über die Bühne geht und mit der Preisverleihung des 12. Schülerfilmfestivals NRW am Samstag, 14. November, im Marler Rathaus seinen Höhepunkt hat.
Verleihung im Rathaus.
Das Programm zum Internationalen Kinder- und Jugendfilmfest Marl 2009.
Freitag, 13. November, 16.30 Uhr im ASG, Marl: Zusammentreten der Jury für das 12. Schülerfilmfestival NRW unter der Leitung von Dr. Ulrich Spies.
Samstag, 9.30 bis 17 Uhr im Rathaus Marl: 12. Schülerfilmfestival NRW mit Preisverleihung „Marl goes Babelsberg”, Preis der GEW NRW und der Sonderpreis des Bischofs von Münster.
Sonntag, 14 Uhr wird im Rathaus Marl der Film „Timebreaker” gezeigt.
Von Montag, 16., bis Mittwoch, 18. November, werden jeweils um 9.30 Uhr in der insel im Kinderkino die Filme „Der Mondbär”, „Das Dschungelbuch” und „Karlsson vom Dach” gezeigt.
Karten für die Veranstaltungen gibt es im i-Punkt im Marler Stern oder unter 0171 5479441.
„Im Rahmen dieses Wettbewerbs soll Schülern und Lehrern ein Forum geboten werden, ihre Filme, die sonst meist nur in der eigenen Schule gezeigt werden, einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren und mit Fachleuten aus der Filmbranche zu diskutieren.” So die Idee.
„Wir wollen hier keine Profiarbeit, also irgendwelche von Studios bearbeitete Filme. Wir wollen die eigene Handschrift der Schüler erkennen können. Das ist uns wichtig”, erklärt Veranstalter und Filmproduzent Detlef Ziegert. „Wir sehen uns alle eingereichten Arbeiten an und fühlen uns geradezu in die Welt der Kinder und Jugendlichen eingeladen, sozusagen hereingebeten. Lustige und schräge Themen, experimentelle Kurzfilme, Clips und dem TV nachempfundene Shows, bis hin zu Kurzspielfilmen und spannenden Krimis.”
Erster Preis ist ein Besuch in Babelsberg
Eine Jury, unter Vorsitz von Grimme-Preis-Referent Dr. Ulrich Spies, wird die Filme bewerten und die Preisträger unter Berücksichtigung der Altersstufen und des Genres auswählen. Erster Preis ist eine Einladung zum Besuch des Studiogeländes und der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg. Außerdem gibt es neben dem Preis der GEW NRW als besondere Auszeichnung den Sonderpreis des Bischofs von Münster.
Und damit nicht genug: Nach dem Festival, das u. a. auch vom Albert-Schweitzer- Gymnasium in Marl durchgeführt wird, werden alle teilnehmenden Filme auf der Plattform www.polylog.tv hochgeladen und nehmen an einem gesonderten virtuellen Wettbewerb teil. Außerdem sind in Zusammenarbeit mit dem LWL Medienzentrum Westfalen die besten Filme im Internet unter www.edmond.nrw.de zu sehen.
Als gute Beispiele von interessanten Filmen, die für das Festival in der kommenden Woche eingereicht wurden, nennt Organisator Detlef Ziegert unter anderem „Tu was!”, der von den Schülern des Marler Albert-Schweitzer-Gymnasiums (Klasse 6 mit Lehrer Ulrich Schulte-Ebbert) gedreht wurde – und bei dem es um das Thema Zivilcourage geht. Und „Das Leben ist kein Ponyhof” von Schülern des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums, Düsseldorf.
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