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Ruhrfestspiele

Mendes inszeniert „Der Sturm“ für Ruhrfestspiele

25.05.2010 | 18:03 Uhr
Mendes inszeniert „Der Sturm“ für Ruhrfestspiele

Recklinghausen.Hollywoodstar und Oscarpreisträger Sam Mendes inszeniert Shakespeares „Der Sturm“ mit einem internationalem Ensemble. Nach Stationen in New York, London, Paris und Singapur feiert das Stück Mittwoch in Recklinghausen Premiere.

Hollywood will das Ruhrfestspiel-Publikum im Sturm erobern. Im wahrsten Sinne des Wortes. Unter der Regie von Oscar-Preisträger Sam Mendes („American Beauty“) feiert das Ensemble aus britischen und amerikanischen Schauspielstars Mittwochabend bei den Ruhrfestspielen mit William Shakespeares Komödie „Der Sturm“ Premiere.

Bridge-Project Der Sturm - The Tempest Foto: Joan Marcus

Schon am Dienstag präsentierten sich die internationalen Mimen der Presse, inspizierten anschließend in der Stadt die ersten Recklinghäuser Cafes. Nach Stationen in New York, London, Paris und Singapure freuen sich die Schauspieler nun auf die Stadt, deren Namen sie nie zuvor gehört haben.

Charme-Offensive Thomas Sadoski, der die Rolle des Stephen spielen wird: „You have a lovely town!“ Und Juliet Rylane, die als Miranda auf der Bühne stehen wird, staunte beim Durchblättern des Ruhrfestspielprogramms nicht schlecht über das hochkarätige Angebot: „Toll! Ich hoffe, ich werde mir noch was vom Fringe-Festival ansehen können.“

Für die Shakespeare-Produktion steht das Ensemble erstmals gemeinsam auf der Bühne, für das Brigde-Projekt zusammengetrommelt von Hollywood-Star Sam Mendes.

Juliet Rylance und Christian Camargo. Foto: ©Joan Marcus.

Die transatlanische Theaterinitiative verbindet die New Yorker Academy of Music mit dem Londoner Old Vic Theatre, das Kevin Spacey leitet. Im letzten Jahr spülte dieses Projekt Ethan Hawke nach Recklinghausen. Zu den vor allem von der Leinwand bekannten Gästen zählt diesmal Tony-Award-Gewinner Stephen Dillane, der den Prospero geben wird.

An der Zusammenarbeit mit Sam Mendes gefällt dem 53-jährigen Briten Dillane dessen Offenheit im Umgang mit dem Stoff: „Es gab am Anfang kein Konzept, nach dem sich alle richten mussten, wir haben alle zusammen lange über den Text geredet, das war sehr schön für uns.“ Das Publikum erwarte auf jeden Fall keine konventionelle Shakespeare-Aufführung.

Stephan Dillane kennt das Kino-Publikum unter anderem aus dem Drama „Sturm“, das 2009 für den Goldenen Bären der Berlinale nominiert war.

THEATER
Es gibt noch Karten

Der Ansturm auf den „Sturm“ ist zwar bereits groß, dennoch gibt es für alle Vorstellungen der turbulenten Shakespeare-Komödie noch Karten. Nach der Premiere am Mittwoch finden noch Vorstellungen an folgenden Tewrminen statt: 27. und 28. Mai, jeweils 20 Uhr, 29. Mai um 13 und um 18 Uhr, 30. Mai um 18 Uhr.
„Der Sturm“ fegt in englischer Sprache über den Grünen Hügel, es gibt aber eine deutsche Übertitelung.
Die Inszenierung, die bereits in New York, London, Paris und Singapur zu sehen war, feiert bei den Ruhrfestspielen ihre Deutschland-Premiere.
Karten: 02361/9218-0 oder www.ruhrfestspiele.de

Und aus dem Streifen „Klimt“. Dafür stand Dillane im Jahre 2006 mit einem weiteren Ruhrfestspielgast aus Hollywood vor der Kamera. Der reist allerdings erst in der nächsten Woche an, wenn sich „Der Sturm“ bereits wieder gelegt hat, John Malkovich nämlich. Der ist ab 2. Juni als Massenmörder auf dem Grünen Hügel unterwegs („The infernal Comedy“).

Shakespeares „Sturm“ mag Dillane wegen der Zeitlosigkeit des Stoffes. Seine Rolle als Prospero erobert er sich an jedem Abend neu: „Die Figur bewegt sich hin und her wie Sand.“

Der 38-jährige New Yorker Christian Camargo als Ariel, der Luftgeist, lobt Regisseur Sam Mendes vor allem für das gute Händchen bei der Auswahl seines Ensembles: „Außerdem präsentiert er die Geschichte sehr klar, in einer deutlichen Sprache. Das ist wichtig, wenn man eine Produktion an so vielen Orten zeigt.“ Und Ron Cephas Jones , der Caliban der Produktion, verspricht: „Mendes’ Inszenierung ist ganz nah am Text.“

Elisabeth Höving

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