Roter Teppich für die Kunst
03.09.2010 | 16:05 Uhr 2010-09-03T16:05:00+0200
Recklinghausen.Zuhören, schauen, genießen, flanieren – das ist das Motto des „Spätsommers in der Krim“, dessen Veranstalter heute ab 11 Uhr in der Innenstadt der „Kunst einen roten Teppich auslegen“.
Einer der Künstler ist der Recklinghäuser Bernhard Hermschulte, der in der Galerie „Lebensraum“ an der Münsterstraße 11 seine Holzarbeiten ausstellt.
Eines seiner markantesten Objekte ist die überdimensionale Wäscheklammer, „eine Stilikone des Designs“, wie es der Innenarchitekt und Designer Franz Hesterkamp bezeichnet. Dabei sind Hermschultes Holzkörper auffallend schlicht. Für ihn stehen die spezifische Beschaffenheit und das Eigenleben des Holzes absolut im Vordergrund. „Denn das Material selbst ist schon vielseitig genug.“ So der Recklinghäuser Künstler und Tischlermeister.
Dennoch: aus dem Material entsteht in einem zeit- und arbeitsaufwenigen Prozess ein neuer Körper. „Jedes dieser Objekte hat eine ganz persönliche Geschichte. So kann über sammeln, lagern, trocknen und bearbeiten der Entstehungsprozess Jahre dauern.“
Die Verbindung zwischen Kunst und Handwerk ist Hermschulte dabei wichtig. „Wenn ein gestaltetes Objekt sowohl schön wie funktional ist, entspricht es meiner Definition von bildender Kunst.
Neben Arbeitenm verschiedenster Künstler, wie u. a. Judith Hupel (Malerei), Verena Kuhlmann (Bildhauerei) und Ulrike Speckmann (Grafik), gibt es ab ab 11 Uhr Musik von mehreren Ensembles der Städtischen Musikschule. Am Abend rockt es dann.
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