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Reise durch die Kunstszene

04.08.2011 | 18:10 Uhr
Reise durch die Kunstszene
Die Spontanität des „glücklichen Augenblicks“ möchte Andrea von Bardeleben in ihren Kunstwerken einfangen. Foto: privat

Recklinghausen.Reste und Abfälle aus Metall ebenso wie Fotografie oder Kommunikationsdesign: Das Kulturprojekt „kunst.raum“ vereint die Stile von Malern, Designern Fotografen. Von Kunstschaffenden der Stadt. Das Ziel ist die Reise durch ihre Ateliers am 17. und 18. September.

In den Jahren 2009 und 2010 machte kunst.raum Pause: In der Zeit der Kulturhauptstadt 2010 war Organisator des Projekts, Guido Röcken, dort eingespannt. 2011 geht es weiter. Dieses Jahr arbeitet der Kunstmanager mit der Kulturabteilung der Stadt Recklinghausen zusammen.

Diesen Herbst sind nicht nur die Ateliers das Ziel, sondern auch der Weg dorthin: Röcken bietet eine geführte Radtour von Kunststätte zu Kunststätte an. So können Besucher direkt mehr über die Kunstobjekte vom Kunstmanager erfahren.

Vor Ort beeindrucken dann Künstler in 17 Kunsträumen mit ihren Werken. Uwe Sevcik führt durch die Welt der Metallabfälle. Aus ihnen kreiert er menschliche Figuren. Weiter geht die Reise zur Konzentration auf einen Gedanken: Saridi schafft Objekte meditativer Betrachtung. „Mein Thema in der Kunst ist der Umgang mit Erinnerung und der Ausdruck und die Formulierung eines inneren Zustandes“, sagt sie.

Waldemar Grabelus ist die Station für das Regionale. Inspirationen aus den umliegenden Städten bringt er mit Öl, Tusche und Anderem auf die Leinwand. Andrea Vorster und Andrea von Bardeleben drücken sich zwischen traditioneller figurativer Kunst und Abstraktion aus. Eva Smuk ist Eigentümerin der Boutique Carnaby, einem Geschäft mit ausgefallener Kleidung und Gründerin des „Café Blond“. Als Künstlerin zeigt sie ihre Fotos. Wie Axel Schuch. Allerdings sind diese in seinem Werk „Fehloffenbarungen“ so durch digitale Bildbearbeitung und extreme Ausschnittwahl verzerrt, dass sie eher an Gemälde im Stil des Konstruktivismus erinnern.

Neugierig macht Künstler Joachim Polnauer. Sein Credo: Kunst beginnt dort, wo Geschmack aufhört“. Mit ihren Designerstücken und Gemälden möchte die Künstlerin Ingrid Holtschulte-Urginus „den Betrachter auf die Bedeutung von Heimat, Geborgenheit und Menschlichkeit in der heutigen gefühlsarmen Welt hinweisen“, so die Vestische Heimatmalerin. Kunst.raum 9 sind die Ausstellungsräume der drei Künstlerinnen Judith Hubel, Verena Kuhlmann und Ulrike Speckmann. Mit Holz, Steatit, Alabaster, Marmor und Anröchter Stein arbeiten Judith Hupel und Hanspeter Zingel. Alles andere als versteinert sind dagegen die Projekte von Andreas Ruppert, der Kunst aus dem Bereich der Malerei, des Bühnentheaters und der Live-Performance vorstellt. Eine ganz andere Richtung schlägt „designcompagnion“ in seinem kreativen Atelier mit der Richtung „Kommunikationsdesign“ ein. Kunst.raum 13 ist das Kunsthaus Edel, welches Künstlern Platz für Ideen bieten will. Kunst.raum bietet außerdem Sonderausstellungen und Extras. Guido Röcken informiert zum Projekt unter 02361 4860391.

Vanessa Klüber

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