Realschulen bleiben dreizügig
31.10.2008 | 12:12 Uhr 2008-10-31T12:12:00+0100Marl. Die Anmeldungen für die Realschulen sorgen für Unruhen
Von Gert Eiben
Die Tendenz geht zur Ernst-Immel-Realschule (Hüls) und gegen die Günther-Eckerland-Realschule (Hamm). Das war auch im letzten Jahr schon so. Für Ärger hat jetzt aber der Vorstoß der Leiter der Ernst-Immel-Realschule, Ludger Quante, gesorgt: Man könne doch seine Schule vierzügig machen, die andere Schule nur zweizügig.
Das mache wenig Sinn, hat die Bezirksregierung Münster „erstaunt“ geantwortet und die Entscheidung der Stadt Marl gestützt, beide Schulen auch in Zukunft dreizügig zu lassen. Es gebe eine ganze Reihe von Vorzügen, die eine zweizügige Schule nicht bieten könne, be-lehrt sie in einem ausführlichen Schreiben den Schulleiter.
Schuldezernentin Dr. Barbara Duka erklärte auf der gestrigen Sitzung des Schulausschusses außerdem, der Schulleiter liege mit seiner Auffassung falsch, dass die Eltern mit ihren Anmeldungen Einfluss nehmen könnten. Richtig sei, dass der Schulleiter über die Aufnahmen entscheide, doch der Schulträ-ger (die Stadt) lehne den Rahmen fest. Das bedeutet, dass nicht alle Schüler aufgenommen werden können und ein Teil eben an die Realschule in Hamm verwiesen werde.
Und in einem weiteren Punkt irrt sich der Schulleiter offensichtlich: Sein Gebäude ist gar nicht für eine Vierzügigkeit ausgelegt. Zwar habe die Stadt der Hülser Realschule einen schönen Erweiterungsbau spendiert. Doch im Gegenzug wird dafür die nebenliegende alte Waldschule aufgegeben, in der bislang noch Klassen untergebracht waren. Die Waldschule soll vermarktet werden und einer Wohnbebauung weichen. „Die Realschule wird nicht vergrößert“, betonte die Verwaltung. ben

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