Raumfüllende Klang-Kunst für sechs Saiten
07.02.2012 | 17:39 Uhr 2012-02-07T17:39:00+0100
Marl. Am Sonntag verabschiedet sich die „Welt-größte Gitarre“ aus dem Glaskasten – bereits am Freitag präsentiert das Skulpturenmuseum den Katalog.
Das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl zeigt als zweiten Teil der Ausstellungsreihe „Sammlung im Prozess“ noch bis Sonntag, 12. Februar, die Installation „Lonely Fingers“ von Diango Hernández.
Rechtzeitig zum Abschlusswochenende der Ausstellung liegt nun auch der Katalog vor. Am Freitag, 10. Februar, um 17 Uhr lädt das Skulpturenmuseum zur Präsentation des Buches ein. Georg Elben, der Leiter des Skulpturenmuseums, stellt zusammen mit dem Künstler Diango Hernández und seinem Galeristen Michael Wiesehöfer den druckfrischen Katalog vor.
Die raumfüllende Installation, die Diango Hernández eigens für das Skulpturenmuseum Glaskasten entworfen hat, ist mehr als eine weiße Wand mit Gitarrensaiten: In die Bretterwand sind einige Löcher gebohrt, etwas kleiner als die Schalllöcher einer Konzert-Gitarre. Die Stahlsaiten können Besucher zupfen, wenn sie sich hinter die Wand begeben – in den engen Raum zwischen Brettern und Mauerwerk. Die Wand wird zum Resonanzkörper, zum Musik-instrument und zur „vielleicht Welt-größten Gitarre“ (so die WAZ-Überschrift im Dezember). Und der todschicke Kassettenrekorder im Präsentations-Möbel des Glaskasten-Parterre zählt auch zur Klang-Installation des 41-jährigen gebürtigen Kubaners: Dem Katalog für Hernández’ Marler Gastspiel müsste eigentlich ein Tonträger beiliegen . . .
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