Protest gegen Kohlekraft
01.03.2009 | 21:07 Uhr 2009-03-01T09:07+0100Waltrop/Lünen. Über 2000 Kohlekraftwerksgegner machten sich gestern auf den Weg, zündeten zwischen Lünen und Waltrop entlang des Kanals Fackeln an.
Der Protest gegen das geplante Kohlekraftwerk ist entflammt. Die Menschenkette zwischen Waltrop und Lünen wurde geschlossen. Das Erste Heimleuchten konnte beginnen.
Die Protestaktion, zu der 15 Vereine und Initiativen aufgerufen hatten, richten sich gegen Kohlekraftwerksprojekte wie Trianel in Lünen, das als modernste Anlage immerhin 5,7 Millionen Tonnen CO 2 pro Jahr produziert, sowie Eon in Datteln und Evonik in Marl/Haltern am See.
08:17
Sehr geehrter Herr Bauer. Woher haben Sie denn die Zahl von 2000 Teilnehmer?
Nach Informationen der Polizei waren es 800 und die Veranstalter sprechen von 1000 Teilnehmer.
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/luenen/2009/3/1/news-113088161/detail.html
Es war schon eine schöne Veranstaltung bei noch schönerem Wetter, aber was hier als Riesenerfolg bezeichnet wird, kann sich ja wohl nur auf einen gelungenen vereinsübergreifenden Sonntagsausflug beziehen.
Ob nun 800 oder 1000 Teilnehmer. Bei 16 teilnehmenden Gruppen kommt dann auf jede Gruppe 50 - 60 Teilnehmer. Da ist zu vermuten, dass nicht einmal alle Mitglieder der Vereine dafür mobilisiert werden konnten, geschweige denn noch interessierte Bürger.
Wie groß das Interesse in der Bevölkerung wirklich ist, zeigt sich auch deutlich darin, dass gegenüber der Aktion im Oktober 2007, an der sich ja fast 2000 Menschen beteiligt haben, nicht einmal die Hälfte zur jetzigen Veranstaltung kamen und das noch bei idealem frühlingshaften Wetter.
Disbezüglich kann von einem Erfolg ja wohl nicht die Rede sein, vor allen Dingen wenn man berücksichtigt dass es sich im Oktober 2007 um eine rein Lünener Aktion handelte und dieses Mal die Orte Lünen, Werne, Selm, Waltrop und Datteln beteiligt waren.
Läßt man die überregionalen Gruppen wie BUND NRW, und Landesverband NRW der Grünen mal außen vor, dann sind von den gesamten Einwohnern der beteiligten Gemeinden von gut 210.000 Bürger nicht einmal 0,5 % mobilisiert worden.
Dieser Erfolg macht deutlich, dass die Bevölkerung die Argumente der Gruppen schon richtig einordnet.