Promi-Treffen am Wolfgangsee
29.09.2011 | 19:00 Uhr 2011-09-29T19:00:00+0200
Recklinghausen. „Servus Peter“, die musikalische Komödie von und mit Peter Grimberg, erlebt eine gefeierte Premiere im Festspielhaus
„Ich hatte heute ein Deja vu“, bekannte Jürgen Drews in der Pause. „Servus Peter“, die musikalische Komödie, zog bei ihrer Deutschlandpremiere im Fest-spielhaus so manchen Promi-nenten an.
„Ich war damals kein Fan von Schlagern, aber habe irgendwann gemerkt, Hallo: Was kann dieser Mann“, berichtete der 66-jährige Drews weiter. – „Ich finde es recht witzig, auch wenn die Musik nicht ganz so mein Ding ist – aber ich wusste ja, was mich erwartet“, bemerkte Braumeister Dirk Weber. Dazu donnernder Applaus und Mitschunkeln, das zeigt: Volkstheater und Schlager kommen immer noch gut an.
Und wenn es dann noch eine Mischung aus beidem ist, ein Tribut an den großen Entertainer Peter Alexander, das „einen Tag am Wolfgangsee“ zeigt, dann sind das für viele wundervolle Erinnerungen an mitreißende Melodien aus den 1950ern und 60ern, an große Gefühle und die Wirtschaftswunderzeiten.
„Der 8. Mai war ein Schicksalstag für uns alle, denn da haben wir Uwe Suberg getroffen“, erzählte Hauptdarsteller Peter Grimberg dem begeisterten Publikum. „Es ist nicht ganz mein Metier“, gab der Gastronom zu, aber das Projekt habe ihn so überzeugt, dass er es produziert habe, „mit Peter als fantastischem Partner, ein ganz, ganz toller Abend“, Suberg, der 50-jährige Impresario, war gerührt.
In der Geschichte treffen die Besucher im Biergarten des Gasthofs „Weißes Rössl“ auf den Oberkellner „Herr Peter“ (Peter Grimberg, der dem im Februar gestorbenen Peter A-lexander oft sehr ähnelt), der sich um das Herz seiner Wirtin Mariandl (Michaela Kovarikova) bemüht. Mit in die Geschichte verwickelt sind der gewichtige Berliner Unternehmer Hoffmann (Matthias Schiemann) und seine Tochter sowie das lispelnde Zimmermädchen (Doppelrolle: Inga Strothmüller) sowie Harald Juhnkes Ex-Partner Horst Freckmann als Kellner Heinz, der nicht nur Heinz Erhardts „Die Made“ vortrefflich zum Besten geben kann.
Das Ganze wird gewürzt mit Evergreens von – natürlich – Peter Alexander, aber auch von Caterina Valente, Conny Froboess, Chris Howland und Fred Bertelmann, Trude Herr, Rex Gildo, Bill Ramsey, Peter Kraus sowie eben Heinz Ehrhardt. Das malerische Bühnenbild tut ein Übriges.
Und wenn dann noch Peter Alexanders damalige Filmpartnerin Waltraud Haas auf die Bühne kommt und singt, kennt das Publikum kein Halten mehr. Frenetisch wird die 84-Jährige aus Wien mit stehenden Ovationen gefeiert.
Die Rolle damals habe sie als „Dünne“ nur bekommen, weil sie im Kostümverleih „Jetzt stopft’s mi halt!“ verlangt habe und man sie üppig ausgepolstert habe, verrät die Rössl-Wirtin von 1960. Beim Filmkuss sei Peter Alexander „anfangs scheu“ gewesen, „immer seiner Hildegard treu“.
Auch Chris Andrews und Rudi Assauer ließen sich „Servus Peter“ nicht entgehen. Und während ein Mann im blauen Anzug schwärmt, er habe bei-nahe vor Rührung geweint, re-kapituliert eine Frau im roten Kleid, „für meinen Heinz wäre das nix gewesen“. Ihre Begleiterin stimmt zu: „Meiner hätte das auch nur überstanden, wenn er von dem leckeren Es-sen hinterher gewusst hätte.“
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