Das aktuelle Wetter Unser Vest 9°C
Stadtwerke Herten

Prima fürs Klima

16.02.2010 | 16:36 Uhr

Herten. Wenn es um Profit geht, muss man schnell handeln. Das dachte sich auch die Stadtwerke Herten GmbH.

Der Geschäftsführer der Hertener Stadtwerke Gisbert Büttner beim Pressegespräch. Foto: Joachim Kleine-Büning

Die Stadttochter überlegte Ende des vergangenen Jahres, dass die Investiotion in eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Betriebsgebäude an der Herne Straße nicht nur prima ins Klima-Konzept 2020 passen würde, sondern auch noch Bares einspielen wird.

Im Oktober sei die Idee im Unternehmen konkretisiert worden, berichten unisono Gisbert Büttner (Geschäftsführer), Detlef Großjohann (Bereichsleiter Technischer Service) und Frank Girke (Fachbereichsleiter Strom). „Angetrieben von der angekündigten Subventionskürzung mit Beginn des Jahres 2010”, sagte Büttner. Dann ging es flott: Ausschreibung im November, Montage, Abnahme durch die Bundesnetzagentur und Betrieb seit dem 23. Dezember. Passend also.

Tausend der insgesamt 2000 Quadratmeter Dachfläche wurden bestückt mit 576 Modulen – je 1,30 mal 1,10 Meter groß – aus der neuen, der sogenannten Dünnschichttechnologie. Der Nachteil: Sie ist in der Spitze nicht so leistungsfähig. Der Vorteil: Sie muss nicht steil, sondern kann nahezu flach aufs Dach montiert wird. Außerdem sind die Dünnschichtmodule mit zwölf Kilogramm Gewicht je Quadratmeter deutlich leichter als die effizienteren Kristallinbauteile (40-50 Kg/m2), die besser geeignet sind für kleine Flächennutzungen, etwa auf den Dächern von Privathäusern.

138 000 Euro haben die Stadtwerke investiert, rund 16 000 Euro pro Jahr spielt die Anlage wieder ein: über eine Jahresleistung von 44 000 Kilowattstunden (reicht für die Versorgung von zehn bis 15 Haushalte). Großjohann: „Damit amortisiert sich die Anlage nach gut neun Jahren und kommt anschließend bei einer Lebensdauer der Module von 25 bis 30 Jahre in die Gewinnzone.”

Und sie spart ein: immerhin 13 Tonnen CO2 pro Jahr.

Friedhelm Pothoff

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2594910/create

Aktuelle Fotos und Videos
2. Firmenlauf in Oer-Erkenschwick
Bildgalerie
Spaß-Teamlauf
Traum eines lächerlichen Menschen
Bildgalerie
Theaterprojekt
Deutscher Mühlentag
Bildgalerie
Volksparkl Marl
Aus dem Ressort
CDU fordert Rücktritt des Landrats
Streit um...
Der Druck auf Landrat Cay Süberkrüb (SPD) wächst weiter. Die Kreistags-Fraktion der CDU beschloss am Freitag in einer Sondersitzung einstimmig, für die kommende Kreistagssitzung am 18. Juni einen Antrag einzubringen. Dessen Inhalt: Der Kreistag möge beschließen, den Landrat zum Rücktritt
„Totentanz“ eines Entertainers
Ruhrfestspiele
Nach der im Vorjahr gefeierten „Demonstration“ inszeniert Frank Hoffmann erneut eine Wieder-Entdeckung von George Tabori: „Abendschau“