Polizei zählt durch Schwerpunktaktion weniger Einbrüche
16.02.2010 | 14:21 Uhr 2010-02-16T14:21:00+0100
Recklinghausen. Weniger Wohnungseinbrüche meldet die Polizei in den Städten Recklinghausen und Bottrop. Ein Erfolg der seit Anfang November andauernden Schwerpunktaktion "Gemeinsam gegen Wohnungseinbruch". Gleichzeitig konnte die Polizei mehr Einbrüche aufklären.
Die Polizei meldet messbare Erfolge im Kampf gegen Einbrüche. Die Schwerpunktaktion „Gemeinsam gegen Wohnungseinbruch" habe dazu geführt, dass die Zahl dieser Delikte in den Städten Recklinghausen und Bottrop stark zurückgegangen sei, so das Präsidium. Die Aktion läuft seit Anfang November. Vor allem in Bottrop sei die Zahl der Einbrüche und Einbruchsversuche im Vergleich zu 2008 um über 100 zurückgegangen. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote verdoppelt werden.
Drei wesentliche Gründe führt Kriminaldirektor Ralf Ansorge, Leiter des Projektes bei der Polizeibehörde in Recklinghausen, für diese Entwicklung an: erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit, verstärkte Präventionsmaßnahmen und gezielte Ermittlungstätigkeit. „Nachbarn sind aufmerksamer geworden, Täter konnten sich nicht mehr so frei bewegen”, erläutert Ansorge. Durch die Mithilfe von wachsamen Nachbarn und Zeugen konnten im Dezember vermehrt Tatverdächtige auf frischer Tat festgenommen werden.
Druck durch mehr Kontrollen
Viele Bürger nähmen auch die Vorbeugetipps der Polizei ernst. „Abgeschlossene Türen, geschlossenen Fenster, herabgelassenen Rollläden und der Anschein, dass jemand zu Hause ist, schrecken potenzielle Täter ab", lobt der Kriminaldirektor das Verhalten der Bürger. Die Polizei selbst trage durch intensivierte Ermittlungen ihren Teil zum erfolg bei. „Bekannte Täter haben den Druck durch vermehrte Kontrollen verspürt, Absatzwege von gestohlenen Gegenständen wurden verstärkt ins Auge gefasst. Damit steigt das Entdeckungsrisiko. Das spricht sich in der Szene herum, niemand gerät gerne in den Fokus der Polizei”, so Ralf Ansorge.
Die Aktion läuft weiter – ebenso wie die Saison für Einbrüche, denn die dunkle Jahrezeit ist noch nicht zu Ende. Um noch einmal auf die technischen Präventionsmöglichkeiten hinzuweisen, findet am Samstag, 20. Februar, erneut ein Sicherheitstag des Netzwerks „Zu Hause sicher” statt: von 10 bis 15 Uhr beraten im und am Komissariat Vorbeugung in der Recklinghäuser Altstadt, Heilige-Geist-Straße 14, Experten zum Thema „Einbruch”.
Infos auch unter www.polizei-nrw.de/recklinghausen/gemeinsam-gegen-einbruch
09:44
Es gibt keine Anonymität mehr. Schade.
Viele Zeugen melden sich nicht mehr weil sie die Rache der Täter und Unannehmlichkeiten mit der Polizei fürchten.
Das Vertrauen in das Wirken des Polizeiapparates scheint verwirkt.
Wer kann da nur helfen?