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Klavier-Festival Ruhr

Pianistin Yuja Wang beschließt 2013 das Klavier-Festival Ruhr

21.01.2013 | 14:21 Uhr
Pianistin Yuja Wang beschließt 2013 das Klavier-Festival Ruhr
Die Pianistin Yuja Wang spielt das Abschlusskonzert beim Klavier-Festival Ruhr 2013. Foto: dapd

Recklinghausen / Essen.   Im Rahmen des Klavier-Festival Ruhr gibt die Pianistin Yuja Wang ein Konzert. Sie wird für ihre "übermenschliche Spieltechnik" von der Fachpresse gelobt. Wang soll dem Festival einen würdigen Abschluss geben. Sie spielt Klaviersonaten von Sergej Prokowjew und Claude Debussy auf dem Programm.

Amerikanische Zeitungen übertreffen sich in Lobeshymnen für Yuja Wang: Eine „nahezu übermenschliche Spieltechnik“ bescheinigt der San Francisco Chronicle der bald 26-jährigen Pianistin. Der Kritiker der Detroit News nennt die junge Wahl-New Yorkerin „die bedeutendste neue Pianistin der letzten Jahre“. Und für Anke Demirsoy, die Pressesprecherin des Klavier-Festivals Ruhr, ist sie schlicht „die Frau mit den fliegenden Fingern“, deren Können ein „würdiges Abschlusskonzert“ verheißt.

Die Bühne für diesen Freitag, 19. Juli, ist wahrlich groß genug: Das letzte Festival-Konzert ist zugleich das einzige im Ruhrfestspielhaus – das im Vorjahr noch die immerjungen Schwestern Katia und Marielle Labeque feierte. In einem halben Jahr erlebt das Recklinghäuser Publikum eine Jung-Arrivierte, die bereits vier Alben für die Deutsche Grammophon (das Klassik-Label schlechthin) einspielte.

Fulminantes Debüt beim Klavier-Festival Ruhr 2008

Mit einem fürwahr fingerbrecherischen Programm gelang der damals 21-jährigen Yuja Wang im Juni 2008 ein fulminantes Debüt beim Klavier-Festival Ruhr. Seither entwickelte die Karriere der in Peking aufgewachsenen Chinesin eine stürmische Dynamik. Sie spielte 2009 unter der Leitung von Claudio Abbado das Eröffnungskonzert des Lucerne Festivals, unterzeichnete einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon, trat bei den Festivals in Verbier und „La Roque d’Antheron“ auf. Auslandstourneen und Auftritte mit traditionsreichen Spitzenorchestern schlossen sich an.

Als Kind musikalischer Eltern hatte Yuja Wang beste Voraussetzungen. In Peking wurde sie bereits als siebenjähriges Kind am Zentral-Konservatorium unterrichtet. Als Elfjährige war sie die Jüngste, die je als Studentin für die Sommerkurse der Mount Royal University in Calgary zugelassen wurde. Mit 14 Jahren übersiedelte Yuja Wang nach Kanada als Vollzeit-Studentin an der Mount Royal-Hochschule.

Wahlheimat Kanada

Ihr europäisches Debüt auf einem großen Konzertpodium gab die 16-Jährige 2003 in der Zürcher Tonhalle mit Beethovens 4. Klavierkonzert. Das Debüt in ihrer kanadischen Wahlheimat folgte zwei Jahre später in Ottawa. Pinchas Zuckerman dirigierte.

Eine staunende US-Rezensentin schrieb: „Yuja Wang meistert jeden noch so unvorhersehbaren Termin.“ Gemeint war ihr großes Talent, kurzfristig für erkrankte Kollegen einzuspringen – und mit deren Repertoire eine funkelnde Performance darzubieten.

Ausgewähltes von Prokofjew und Debussy

Ein pianistisches Feuerwerk verspricht auch die Werkauswahl, mit der Yuja Wang die Schlusstakte des Klavier-Festivals im Ruhrfestspielhaus anstimmt. Zwei Klaviersonaten von Sergej Prokofjew und ausgewählte Werke von Claude Debussy stehen auf ihrem Programm.

Klavier-festival Ruhr Gebläsehalle...

 

Von Ralph Wilms

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